BAUMASSIV: Leistbares Wohnen muss sichergestellt werden!

ARGE BAU!MASSIV! fordert Anhebung der Wohnbauförderung im nächsten Finanzausgleich - Verstärkte Investitionen in Neubau und Sanierung sind 2020 unabdingbar

Wien (PWK616) - "Die erste umfassende Studie zur Massivbauweise im sozialen Wohnbau in Wien beweist: Der geförderte Wohnbau ist das Schlüsselelement, wenn es darum geht, Wohnen im Sinn der sozialen Gerechtigkeit und des sozialen Friedens für jeden leistbar zu machen. Zusätzlich steht die Wohnbauförderung im Zeichen von Energiesparen, geringen laufenden Kosten und täglichem Wohnbehagen für jeden", fasst Carl Hennrich, Geschäftsführer des Fachverbandes Steine und Keramik die zentrale Aussage einer aktuellen Studie zum sozialen Wohnbau in Wien zusammen.

"Die ARGE BAU!MASSIV! begrüßt bei der Wohnbauförderung den von der Regierung gesetzten Schwerpunkt im Bereich Klimaschutz. Um den geänderten Anforderungen an den Klimaschutz im Gebäudestandard und dem wachsenden Wohnbedarf nachzukommen muss jedoch im nächsten Finanzausgleich die Wohnbauförderung um rund 1 Milliarde Euro pro Jahr angehoben werden. Diese Gelder müssen ausschließlich für den Wohnbau zweckgebunden bleiben", so Bernd Wolschner, Obmann-Stv. des Fachverbandes Steine und Keramik.

"Die Zweckzuschüsse zur Wohnbauförderung sind jedoch bereits seit 10 Jahren mit rund 1,8 Milliarden Euro pro Jahr gedeckelt. Und das, obwohl das allgemeine Preisniveau seit 1996 um über 20% und das Bruttoinlandsprodukt nominell um 41% gestiegen ist" so Wolschner weiter.

BAU!MASSIV! sieht hier dringenden Handlungsbedarf. Nur mit einer jährlichen Zusatz-Milliarde und der Zweckbindung der Fördergelder ausschließlich für den Wohnbau wird der in absehbarer Zeit um 40% erhöhte Wohnbedarf leistbar bleiben. Dabei stellt sich auch ein nicht unwesentlicher Zusatzeffekt für die heimische Wirtschaft ein. Wenn man die Wohnbauinvestitionen um eine Milliarde Euro pro Jahr erhöht, werden in der Gesamtwirtschaft bis zu 12.000 Arbeitsplätze geschaffen.

"Verstärkte Investitionen in die Sanierung sind zwecks Erreichung des Kyoto-Zieles bzw. des EU-Klimapaketes bis 2020 im Gebäudebestand unabdingbar. Gleichzeitig muss das nötige Fördervolumens für den Neubau angesichts der aktuellen Bevölkerungsprognose bis 2050 sichergestellt werden" untermauert Johannes Lahofer, Bundesinnungsmeister Bau die Positionen von BAU!MASSIV!.

In den letzen 10 Jahren flossen jährlich rund 550 Millionen Euro (rund 22%) der Wohnbauförderungsmittel Österreichs in die Sanierung. In Wien waren es mehr als ein Drittel - durchschnittlich rund 200 Millionen Euro pro Jahr. Zur Erreichung der Kyoto-Ziele bzw. des EU-Klimapaketes zur CO2-Reduktion müssen weiterhin Wohnbauförderungsmittel verstärkt für die Sanierung von Altbauten, im Sinne von Energiesparen und Klimaschutz, eingesetzt werden.

Die Bundesregierung plant ab 2015 die Wohnbauförderung mit dem "Klima-Aktiv- -Standard" zu verknüpfen. "Wir von BAU!MASSIV! begrüßen grundsätzlich diesen Ansatz der Bundesregierung. Der erste große Quantensprung wurde mit der Etablierung des Niedrigenergiestandards bereits in Gang gesetzt. Es wäre allerdings kontraproduktiv, bei den Förderkriterien vorschnell und ohne Beachtung des ganzheitlichen Ansatzes generell auf Passivhausstandard umzustellen. Österreichische Baumeister zählen seit Jahren zu den Pionieren beim Thema Niedrigenergie- und Passivhausbauweise. Auch in der Zukunft wird dem nachhaltigen und energiesparenden Bauen vor allem im Bereich der Ausbildung, Forschung und Qualitätssicherung breitester Raum eingeräumt. An den BauAkademien werden dazu laufend Aus- und Weiterbildungen für Unternehmer und Mitarbeiter angeboten", so Manfred Katzenschlager, Geschäftsführer der Bundesinnung Bau.

Neben dem ökologischen Aspekt unterstützt die massive Bauweise auch die ökonomische und soziale Nachhaltigkeit, der die Wohnbauförderung ebenso verpflichtet ist: "Leistbares Qualitäts-Wohnen bei geringen laufenden Kosten", fasst Katzenschlager die Schlagworte hier zusammen. Dabei geht es um soziale Gerechtigkeit, die Ghettos verhindert, den sozialen Frieden sichert -und damit um einen maßgeblichen Beitrag zur Attraktivität Österreichs als Wirtschaftsstandort und Tourismusregion leistet. Darüber hinaus zählt der Bausektor mit mehr als 250.000 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern des Landes und untermauert so den ökonomischen Nachhaltigkeitsaspekt auch aus volkswirtschaftlicher Sicht.

Ohne eine Erweiterung der Subjektförderung anzustreben, fordert BAU!MASSIV!, dass die ökonomischen und sozialen Aspekte der Nachhaltigkeit in Hinkunft gleichrangig neben den ökologischen Vergabekriterien in der Wohnbauförderung berücksichtigt werden.

Über BAU!MASSIV!
BAU!MASSIV! ist eine Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Baumeister und der Hersteller mineralisch gebundener Baustoffe. Trägerorganisation der ARGE sind die Bundesinnung Bau und der Fachverband der Stein- und keramischen Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich. Ziel der ARGE ist es, die zahlreichen Vorteile des Massivbaus aufzuzeigen und die nachhaltige Anwendung mineralisch gebundener Baustoffe zu fördern. BAU!MASSIV! unterstützt Bauinteressierte und bündelt die Informationstätigkeit der Branche. (us)

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