LR Stöger gegen Kdolskys Kranksparkurs im Gesundheitswesen

"Schließen von Spitälern ist sicher keine Lösung!"

Linz (OTS) - "Mit dem Anstieg der Lebenserwartung und dem damit verbundenen starken Anwachsen der älteren Generation erhöht sich der Bedarf an medizinischer Pflege und Behandlung. Daher werden wir auch in Zukunft mehr und nicht weniger Geld im Gesundheitswesen brauchen", lehnt Oberösterreichs Gesundheits-Landesrätin Dr.in Silvia Stöger die Einsparpläne von Gesundheitsministerin Dr.in Andrea Kdolsky entschieden ab. "Effizienzsteigerungen sind natürlich immer anzustreben, aber im Sinne eines zukunftsorientierten Umbaus statt Abbaus bei der medizinischen Versorgung der Bevölkerung."

Das Schließen von Spitälern sei weder ökonomisch noch hinsichtlich der medizinischen Versorgungsqualität die Lösung, betonte Stöger. "Was erforderlich ist, ist beispielsweise das Umwandeln von Akut- in Rehabilitations- und Nachsorgebetten. Und man muss bei Gesundheitsreformen demografische und geografische Unterschiede in den Regionen berücksichtigen. Denn niemand darf vom medizinischen Fortschritt ausgeschlossen werden."

"Diesen Weg hat Oberösterreich mit seiner Spitalsreform 2005 bereits eingeschlagen und wird ihn bei der Umsetzung des 'Regionalen Strukturplans Gesundheit Oberösterreich 2010' konsequent fortsetzen", bekräftigt Stöger. Wesentlichster Reformschritt ist dabei das im Stöger-Gesundheitsplan ausgearbeitete und bei der OÖ. Spitalsreform übernommene umfassende Altersmedizin- und Nachsorge-Konzept. Ein Kernpunkt darin ist die Schaffung von insgesamt rund 360 Akutgeriatrie-Betten und die Umwandlung von rund 500 Akutbetten in Nachsorgebetten in den oberösterreichischen Spitälern.

Ein ganz wesentlicher Schritt der oö. Spitalsreform ist auch die Verstärkung von Spitalskooperationen. "Aber auch dabei muss die Qualität der Versorgung im Vordergrund stehen. Einfach Spitalsbetten zu streichen oder Abteilungen oder gar ganze Krankenhäuser zuzusperren erzeugt genau das Gegenteil. Eine solche Verschlechterung beispielsweise bei der Versorgung von Unfallopfern im Linzer Zentralraum werde ich nicht zulassen", protestiert Stöger gegen entspechende Aussagen Kdolskys, es würde durch das AKH und das UKH in Linz eine Überversorgung und einen "Synergiefall" mit massivem Einsparpotential geben.

"Die Unfallchirurgie des AKH Linz hat eine Auslastung von 95,5 %, und auch das UKH Linz liegt mit einer Auslastung von 83 % über der von den Experten empfohlenen Sollauslastung von 82 %. Bei größeren Unfällen ist es jetzt schon so, dass nur durch die hervorragende Arbeit dieser beiden Spitäler eine optimale Versorgung der Verletzten gewährleistet werden kann", betont Stöger.

"Dass im Sinne der Kosteneffizienz Spitäler kooperieren sollen, ist keine besondere Erkenntnis der Gesundheitsministerin. Im Zuge der oö. Spitalsreform sind derartige Kooperationen bereits längst beschlossen und oft auch schon umgesetzt", so Stöger. AKH und UKH Linz haben beispielsweise bereits Kooperationen in den Bereichen Labor und Mikrochirurgie und arbeiten eng bei Herz- und Bauchchirurgie sowie der Versorgung von Verbrennungsopfern zusammen. Das UKH hat überdies Kooperationen mit anderen Linzer Spitälern in den Bereichen Schädel-Hirn-Trauma, Plastische Chirurgie, Medizinprodukte und Medikamenteneinkauf sowie Küche.

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