Glawischnig: Vizekanzler Molterer ohne Perspektive

ÖVP-Chef beweist im Sommergespräch seine Führungsschwäche

Wien (OTS) - "Die ÖVP-Perspektive-Gruppen laufen Amok und der Parteichef spricht von Meinungsvielfalt. Molterer bewies im gestrigen TV-Sommergespräch, dass er seine Partei nicht im Griff hat", konstatiert die stv. Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig. Wenn zu einem Thema alle erdenklichen Gedanken geäußert werden, sei dies keine Diskussionsfreiheit sondern Chaos, meint die Grüne. ÖVP-Chef Molterer habe dann alle Mühe, seine Leute zurückzupfeifen, wie sich am Beispiel "Abschaffung der Neutralität" gezeigt habe. "Perspektive hat nur, wer auch ein Ziel vor Augen hat. Die ÖVP verfolgt derzeit aber nur den Vollständigkeitsanspruch, was die Vielzahl der denkbaren Möglichkeiten betrifft. Gibt es in irgendeiner der Gruppen vielleicht sogar bereits den Vorschlag, Frauen das Wahlrecht zu nehmen?"
Molterers Führungsmangel zeige sich ebenso in seiner Funktion als Vizekanzler. "Er bedauert zwar das Klima in der Koalition, die Zweikämpfe der roten und schwarzen Minister, spricht aber kein Machtwort. Wer, wenn nicht der Parteichef, kann seine ParteikollegInnen zur Räson bringen?" Stattdessen beschränkt sich Molterer darauf, den Bundeskanzler für die schlechte Atmosphäre alleinverantwortlich zu machen. Molterer sollte die wenigen Sommertage noch nützen und sein eigenes Auftreten überdenken. "An und für sich kann mir das Leid des ÖVP-Chefs egal sein. Wenn es aber dazu führt, dass in Österreich nichts weitergeht und auch für die Zukunft keine neuen Wege gegangen werden, muss ich aufzeigen." Glawischnig fordert ÖVP-Chef Molterer auf, die Politik des "Wegen-Selbstbeschäftigung-Geschlossen" seiner Partei zu beenden.

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