Kollross: Ausdehnung der Schulstarthilfe nötig

Kinderfreunde fordern, dass alle SchulanfängerInnen gleich behandelt werden

St. Pölten (OTS) - "Die Schulstarthilfe ist eine wichtige Unterstützung für die Eltern, aber es müssen alle die gleiche Hilfe erhalten", so Andreas Kollross, der Landesvorsitzende der Kinderfreunde NÖ. Bislang erhalten nur Familien mit mindestens zwei Kindern, wovon eines erstmals die erste Schulstufe besucht, diese Förderung in Höhe von 100 Euro des Landes NÖ.

In Niederösterreich leben 62.000 Kinder und Jugendliche in armutsgefährdeten Haushalten - mit 18 % ist diese Quote deutlich höher als die österreichweite von 15%. "Angesichts der hohen Quote von Kindern in armutsgefährdeten Haushalten plädieren wir für eine Staffelung nach Anzahl der Kinder und Haushaltseinkommen, um für mehr Gerechtigkeit zu sorgen", erklärt Kollross seine Forderung.
Neben Familien mit mehreren Kinder geraten auch AlleinerzieherInnen leicht in die Armutsfalle: In ganz Niederösterreich gibt es laut letzter Volkszählung 60.788 alleinerziehende Mütter und Väter. 89.000 Personen, beinahe jede/r Dritte (31%) in einem alleinerziehenden Haushalt ist laut aktuellem Armuts- und Reichtumsbericht armutsgefährdet. "Hier müssen wir ansetzen und den Kindern die Chance zu einem reibungslosen Schulstart geben", so der Landesvorsitzende der Kinderfreunde NÖ.

Er erinnert daran, dass die SPÖ NÖ bereits zwei Mal im Landtag versucht hat, die Schülerbeihilfe zu erhöhen, die ÖVP aber mit ihrer Blockadehaltung verhindert hat, dass in "Kinderösterreich" alle Kinder gleich behandelt werden. "Taten statt Worte", fordert Andreas Kollross demnach abschließend die Anpassung der Schulstarthilfe.

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