Mandak: Steuerliche Absetzbarkeit der Pflege ist unsozial

Grüne fordern Erhöhung des Pflegegeldes

Wien (OTS) - Der in den Salzburger Nachrichten geäußerte Vorschlag von Gesundheitsministerin Kdolsky, die Pflegekosten steuerlich absetzbar zu machen, wird von der SeniorInnensprecherin der Grünen, Sabine Mandak, abgelehnt. "Die steuerliche Absetzbarkeit kommt vor allem jenen zu Gute, die finanziell besser gestellt sind. Gerade Menschen mit niedrigerem Einkommen, die schon jetzt am Existenzminimum leben, haben davon gar nichts." Außerdem werde eine steuerliche Entlastung erst im Nachhinein wirksam und nicht dann wenn die Pflegekosten anfallen. Das würde also bedeuten, dass die Menschen diese Leistungen erst einmal vorfinanzieren müssten.

"Wirklich dringend nötig ist die längst überfällige Anpassung des Pflegegeldes an die Kostensteigerungen und dessen laufende Erhöhung. Denn das Pflegegeld kommt allen pflegebedürftigen Menschen gleichermaßen zu Gute", so Mandak. Der Vorschlag der Gesundheitsministerin sei wieder einmal ein undurchdachter Schnellschuss. "In der ÖVP scheint es in Mode gekommen zu sein, Vorschläge medial publik zu machen, die mehr Fragen offen lassen als sie beantworten und mit den zuständigen RegierungskollegInnen in keinster Weise abgesprochen wurden. Es stellt sich langsam die Frage, welche Vorschläge man überhaupt noch ernst nehmen kann", so Mandak.

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