Fischler angesichts der UN-Klimatage: Keine Steuerreform ohne Entlastung des Faktors Arbeit und ohne CO2-Steuer

Wien (OTS) - "Wir brauchen 2010 eine umfassende ökosoziale Steuerreform, die den heutigen Herausforderungen gerecht wird. Das heißt: Wir müssen auch eine steuerpolitische Antwort auf den Klimawandel geben, den Faktor Arbeit entlasten und eine CO2-Steuer einführen, wenn wir eine Spur von Verantwortungsbewusstsein für unsere Nachkommen und für unseren Globus haben. Im Gegenzug zur CO2-Steuer müssen auch klimafreundliche Investitionen gefördert werden," meint Franz Fischler, Präsident des Ökosozialen Forums, angesichts der laufenden UN-Klimatage in Wien. Man könne mit einer Steuer von ungefähr 10 Euro pro Tonne CO2 beginnen und die Steuer schrittweise anheben, um die Klimaerwärmung drastisch zu bremsen.

Dass der Handlungsbedarf groß ist, ist evident: Österreich läuft Gefahr, sein Kyoto-Ziel deutlich zu verfehlen. Auch die aktuellen europäischen Zielsetzungen, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 20 % zu reduzieren, werden ohne einschneidende marktbasierte Instrumente nicht zu erreichen sein. "Der ehemalige Chefökonom der Weltbank, Sir Nicholas Stern, spricht angesichts des Klimawandels vom bisher größten Marktversagen. Österreich sollte in dieser Debatte eine Vorreiterrolle übernehmen. Das kommt auch vielen innovationsfreudigen Unternehmen in Österreich zu Gute," so Fischler. Die geplante Steuerreform 2010 müsse für einen vernünftigen Umbau, der den aktuellen Anforderungen gerecht wird, genutzt werden. "Man sollte die Chance nutzen und das Thema Steuerreform wirklich ohne Tabus und ohne Standesdünkel angehen. Aber ich bin zuversichtlich, dass unsere Bundesregierung das mit der nötigen visionären Kraft angehen wird," so Fischler.

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