Verpackungsverordnung: Konsumenten zahlen teilweise doppelt

LR Egger sieht Handlungsbedarf

Bregenz (VLK) - Dringenden Handlungsbedarf sieht Abfallwirtschaftslandesrat Dieter Egger bei den rechtlichen Rahmenbedingungen der geltenden Regelungen über die Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen: "Die Verpackungsverordnung lässt keine Kosten- und Mengenwahrheit bei den tatsächlich in Verkehr gebrachten Verpackungsabfällen und auch keinen fairen Wettbewerb samt der erforderlichen Transparenz des Systems zu." Die österreichweit unterschiedlichen Formen und Standards der Sammlung von Verpackungsabfällen führen dazu, dass die Konsumenten für diese Leistung teilweise doppelt zur Kasse gebeten werden.

Die Konsumenten bezahlen die Sammlung und Entsorgung jeder Verpackung bereits beim Erwerb über den Kaufpreis. Wie viele dieser Verpackungen von der eigens dazu gegründeten, privaten ARA (Altstoff Recycling AG) nun aber wieder zu sammeln und zu verwerten sind, schreibt die Verpackungszielverordnung vor. Diese Mengen basieren allerdings nicht auf den tatsächlich in Verkehr gebrachten Marktmengen, sondern sind viel geringer. Somit landen noch immer mehr als 20 Prozent der Verpackungen im Restmüll, für dessen Entsorgung der Konsument erneut und damit doppelt bezahlt, was für Landesrat Egger ein unhaltbarer Zustand ist. Nach jüngsten Berechnungen kostet dies die Abfallgebührenzahler jährlich über 20 Millionen Euro.

Der Abfallwirtschaftsreferent fordert deshalb die rasche Behebung der rechtlichen Defizite: "Wir brauchen unter anderem eine umfassende Abnahme- und Finanzierungsverpflichtung der Systembetreiber und zwar für sämtliche tatsächlich in Verkehr gesetzten Verpackungsabfälle, eine unabhängige Koordinierungsstelle und transparente Vorgaben für die Einhebung und Verwaltung der Lizenztarife. Gefordert ist hier Umweltminister Josef Pröll, endlich eine praktikable Lösung durchzusetzen", so Egger abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Landespressestelle Vorarlberg
Tel.: 05574/511-20141
Fax: 05574/511-20190
Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67
presse@vorarlberg.at
http://www.vorarlberg.at/presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVL0006