ARBÖ: Wissen über Kindersicherung veraltet - Nur 1,6 Prozent exakt informiert

Vor Schulbeginn ruft der ARBÖ genaue Bestimmungen der Kindersicherung im Auto in Erinnerung

Wien (OTS) - Da nach wie vor die meisten Schulkinder im Auto verunglücken macht der ARBÖ auf einen völlig veralteten Wissensstand bei den Autofahrern aufmerksam. Autofahrer sind zwar informiert, dass Kinder bis zu einem bestimmten Alter, im Auto mit Kinderrückhaltesystemen gesichert werden müssen, aber nur erschreckende 1,6 Prozent, wissen, dass Kinder bis zum Alter von 14 Jahren eigens gesichert sein müssen. Das Wissen ist grundsätzlich da, auch wenn es bei vielen auf dem alten Stand eingefroren ist. "43,5 Prozent sind sogar der Meinung, dass Kinder nur bis 12 Jahren eigens gesichert werden müssen", ist ARBÖ-Sicherheitsexperte Thomas Woitsch schockiert.

Diese Vorschrift galt tatsächlich bis zum Jahr 2002, wurde aber damals geändert. Die aktuelle Regel heißt: Kinder müssen bis zum Alter von 14 Jahren eigens gesichert sein, sofern sie nicht vorher bereits 1,50 Meter groß sind. Kinder, die 1,50 Meter groß sind, dürfen die Erwachsenengurte im Auto benutzen. In der Umfrage kreuzten - wie gesagt - 43,5 Prozent der Befragten das Alterslimit mit 12 an und lediglich 1,6 Prozent wussten, dass dieses Limit nun 14 Jahre ist. Selbst Autofahrer mit Kindern sind davon überzeugt sind, dass ihre Kids nur bis zum Alter von 12 Jahren eigens gesichert werden müssen.

Ebenso wichtig wie die genauen Bestimmungen ist die Wahl des richtigen Kinderrückhaltesystems. Die richtige Sicherung bei Verwendung eines Dreipunktegurtes durch Liegeschale, Kindersitz und Sitzkissen ist gewichtsabhängig. Baby-Liegeschalen werden bis zu einem Gewicht von 15 kg benötigt. Von 9 bis 25 kg ist ein Kindersitz zu verwenden. Ab einem Gewicht von 22 kg braucht man ein Sitzkissen.

"Die falsche Kindersicherung ist übrigens kein Kavaliers-, sondern ein Vormerkdelikt und wird mit einer Eintragung im Führerscheinregister bestraft. Auch zu Geldstrafen bis zu EUR 2.180,-- kann es kommen. Die aktuellen Gesetzesbestimmungen gehören gerade jetzt zu Schulbeginn intensiv vermittelt. Wichtig ist es, dass die Gesetzesgeber nicht nur ständig neue Regeln erlassen, sondern auch dafür sorgen, dass diese weitflächig über Ministerien und Medien kommuniziert werden", ist Woitsch überzeugt.

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