FPÖ lehnt Ausbau der Atomkraft strikt ab

Hofer: Nutzung erneuerbarer Energien und Senkung des Energieverbrauchs sind die Gebote der Stunde

Wien (OTS) - Die Empfehlung des UNO-Klimasekretariats die
Atomkraft in Zukunft verstärkt zu nutzen, nennt FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer einen absoluten Irrweg. Neben der Gefährdung der Sicherheit durch Atomkraftwerke berge die Nutzung der Atomenergie ein weiteres großes Problem in sich. Anreicherbares Uran wird nämlich schon nach jetzigen Prognosen in weniger als 50 Jahre zur Neige gehen. Der Bauboom von Atomkraftwerken in China wird diese Entwicklung noch rascher vorantreiben.

Norbert Hofer: "Es ist nicht sinnvoll, auf die Nutzung von Ressourcen zu setzen, die schon bald nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Die FPÖ möchte hier einen anderen Weg gehen. Zum einen müssen wir auf die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien setzen. Das ist die einzige Alternative, die unsere Energieversorgung langfristig sicherstellen kann. Dazu gehört auch die weitere Nutzung der Wasserkraft, wobei verstärkt auf Kleinkraftwerke - etwa auf die viel versprechende und landschaftsschonende Stromboje - gesetzt werden muss. Der zweite wichtige Punkt ist die drastische Reduktion des Energieverbrauchs, vor allem im Bereich der privaten Haushalte."

Der Energieverbrauch solle aber nicht durch einen Verzicht auf den gewohnten Komfort sondern durch eine thermische Sanierungsoffensive im Wohnbau gesenkt werden. Althäuser und Altwohnungen müssten dringend saniert werden. Dazu soll eine Bundesförderung in der Höhe von zehn Prozent der anrechenbaren Investitionskosten eingeführt werden, die unabhängig von der Wohnbauförderung der Länder ausbezahlt wird.

"Wenn wir jetzt Geld für die energetische Sanierung in die Hand nehmen, wird der Energiebedarf der Haushalte sinken, was auch einen wesentlichen sozialen Aspekt dieser Maßnahme darstellt, da zumeist ältere oder ärmere Menschen in Altbauten wohnen. Eine Sanierungsoffensive würde diese Personen im Rahmen der Betriebskosten massiv entlasten. Außerdem können so unzählige Arbeitsplätze im Baugewerbe und Baunebengewerbe geschaffen werden, die wir ohnedies dringend brauchen", stellt Hofer fest.

In all diesen Bereichen hat die FPÖ bereits entsprechende Anträge im Nationalrat eingebracht.

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