ARBÖ begrüßt Reaktion des Versicherungsverbandes auf spurenlose Autoeinbrüche

Opfer spurenloser Einbrüche haben nun Chance auf Schadenersatz - ARBÖ hatte Sicherheitslücke aufgedeckt

Wien (OTS) - Opfer von "spurenlosen" Autoeinbrüchen haben in Zukunft mehr Chancen als bisher, doch noch, Schadenersatz zu bekommen. Der ARBÖ begrüßt Aussagen des Versicherungsverbandes in der gestrigen TV-Sendung "Konkret", wonach die Versicherungen in Hinkunft die Möglichkeit eines elektronischen Autoeinbruchs grundsätzlich akzeptieren und nicht mehr wie bisher prinzipiell ablehnen. Die Versicherungswirtschaft reagiert damit auf die vom ARBÖ im Frühjahr aufgedeckten neuen elektronischen Tricks von Autodieben.

Mit neuen technischen Tricks ist es nicht nur möglich, die elektronische Funkfernbedienungen außer Kraft zu setzen, sondern zugesperrte Autos auch zu öffnen, hatte Gottfried Moser, technischer Schulungsleiter des ARBÖ bereits im April dieses Jahres über Medien gewarnt.

Mit Hilfe von Störsendern ist es möglich, die Signale der Funkfernbedienungen von Autos abzufangen, sodass das Zusperren dieser Autos verhindert wird. "Damit stellen die elektronischen Funkfernbedienungen ein gewisses Sicherheitsrisiko dar", so Gottfried Moser.

"Wer merkt, dass es mit der Fernbedienung nicht geklappt hat, weil beim PKW das gewohnte Aufblinken der Lichter und das typische Schließgeräusch ausgeblieben sind, sollte auf keinen Fall den nächsten Fehler begehen, und den Wagen nun per Hand mit dem Schlüssel zusperren", warnt Gottfried Moser. Denn mit Hilfe des zuvor abgefangenen und kopierten elektronischen Codes ist es für Diebe sehr leicht, sogar das nun händisch verriegelte Fahrzeug zu öffnen.

Was tun, wenn die elektronische Fernsteuerung plötzlich versagt? "In diesen Fall sollte man den Parkplatz verlassen oder dafür sorgen, dass jemand den Wagen bewacht," so Moser. "Besondere Vorsicht ist an neuralgischen Punkten geboten, etwa auf großen Parkplätzen, aber auch im Ausland."

Keine Sorgen müssen sich Autobesitzer machen, wenn die elektronische Betätigung der Zentralverriegelung funktioniert hat. "Ist das Auto einmal elektronisch verriegelt, kann es anschließend nicht mehr auf elektronische Weise aufgesperrt werden", beruhigt Moser.

Bisher war es ein großes Problem, solche Autoeinbrüche der Versicherung glaubhaft zu machen, da sie ja keine Spuren hinterlassen. Nun stellt sich die Versicherungswirtschaft auf die neuen Tricks der Diebe ein und wird von Fall zu Fall genau prüfen. "Die Zeiten sind vorbei in denen betroffene Opfer von vorneherein mit dem Hinweis abgewimmelt wurden, so ein Einbruch wäre technisch gar nicht möglich", freut sich Gottfried Moser über den Erfolg der ARBÖ-Aktion. Es liegt nun auch an den Autoherstellern, für künftige Modelle noch bessere Schutzmechanismen für Fernsteuerungen zu entwickeln.

Den Autofahrern gibt der ARBÖ-Experte drei wichtige Ratschläge auf den Weg:

1. In zweifelhaften Fällen auf den Komfort der Fernsteuerung verzichten und von vorn herein per Hand mit dem Schlüssel zusperren -auf die ganz herkömmliche Art.

2. Falls die Fernsteuerung "spinnt", auf keinen Fall das Auto allein lassen, sondern gleich wieder wegfahren oder das Auto beaufsichtigen.

3. Prinzipiell im Auto nichts liegen lassen, schon gar nicht Gegenstände, die den Anschein erwecken, wertvoll zu sein. Achtung auch bei schönen Verpackungen, wo Diebe Wertvolles vermuten könnten.

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