Mölzer: Moschee- und Minarettbau zeigt fehlenden Integrationswillen der Moslems

Haiders Anti-Moschee-Initiative entbehrt jeder Glaubwürdigkeit

Wien (OTS) - Wenn Landeshauptmann Jörg Haider mit seiner Ankündigung, per Gesetzesänderung den Bau von Minaretten und Moscheen in Kärnten zu verbieten, den Retter des christlichen Abendlandes spielen will, dann sei dies mehr als unglaubwürdig, sagte heute der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. "Es ist noch nicht lange her, daß Haider den EU-Beitritt der Türkei befürwortet hat. Und sollte dieses islamische Land der EU betreten, ist mit einer Massenzuwanderung von Moslems nach Europa zu rechnen", so Mölzer weiter.

Im Zuge der Diskussion um den Mau von Moscheen und Minaretten in Österreich wies der freiheitliche EU-Mandatar darauf hin, daß die Religion Privatsache sei. An diesen Grundsatz hätten sich auch die in Österreich lebenden Moslems zu halten. Daher seien die im Lande befindlichen islamischen Gebetshäuser ausreichend, um den Moslems das Grundrecht auf freie Religionsübung zu gewährleisten, betonte Mölzer. "Alles, was über die Errichtung von moslemischen Gebetsräumen und -häusern hinausgeht, wie den Bau von Moscheen mit Kuppeln und Minaretten, ist daher als ein Zeichen für die fehlende Integrationsbereit der Moslems zu werten", erklärte Mölzer.

Weiters sei zu berücksichtigen, so der freiheitliche Europaparlamentarier, daß im Rahmen der Religionsausübung der Grundsatz der Reziprozität zu gelten habe. "In der Türkei etwa werden die christlichen Minderheiten nach wie vor diskriminiert und im islamisch-fundamentalistischen Saudi-Arabien ist das Feiern von christlichen Messen selbst in Privaträumen verboten", unterstrich Mölzer. Daher bestehe, solange den Christen in den islamischen Ländern die freie Religionsausübung nicht gestattet werde, nicht der geringste Anlaß, daß in den Traditionen des christlichen Abendlandes stehende Länder wie eben Österreich ein über die verfassungsrechtlichen Vorgaben hinausgehendes Entgegenkommen zeigen, schloß Mölzer.

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