Zwazl: "AK lenkt vom eigenen Ausbildungsunwillen ab"

Auch WKNÖ-Präsidentin erteilt Forderungen des AK-Präsidenten eine klare Absage

St. Pölten (OTS) - "Die Arbeiterkammer sollte einmal nachschauen, wie viele Lehrlinge sie selbst ausbildet, bevor sie die Wirtschaft attackiert", ärgerte sich Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), Sonja Zwazl, über den Vorschlag zur Lehrlingsausbildung von AK-Präsident Herbert Tumpel. Dieser hatte als "negative Anreize" Strafsanktionen oder Ausgleichstaxen für jene Unternehmen gefordert, die keine Lehrlinge ausbilden.

"Es kann nicht sein, dass die Arbeiterkammer der Wirtschaft vorwirft, zu wenig für die Ausbildung der Lehrlinge zu tun, aber selbst in dieser Aufgabe säumig ist", so Zwazl. Von den Landesorganisationen der Arbeiterkammer kann nur Wien mit 9 Lehrlingen halbwegs mithalten, alle anderen Bundesländer bewegen sich zwischen "keinem und vier Lehrlingen. Da fehlt der AK das moralische Recht, mit dem Finger auf uns zu zeigen". In Niederösterreich beschäftigt die AK aktuell gar nur zwei Lehrlinge.

"Die AK bildet in allen Landesorganisationen zusammen weniger Lehrlinge aus als die Wirtschaftskammer Niederösterreich. Wir haben in St. Pölten 10 Lehrlinge, die allein in der EDV und der Verwaltung beschäftigt sind". Würde man die Lehrlinge aus dem Gastronomiebereich des WIFI dazurechnen, wären es deutlich mehr.
Mit dem Stichtag 31. Juli 2007 werden in NÖ 513 (oder plus 3,01 Prozent) mehr Lehrlinge ausgebildet als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Aktuell gibt es im ganzen Bundesland 17.500 Lehrlinge. "Dass sogar SP-Bundeskanzler Gusenbauer diese Idee ablehnt, sollte Tumpel zu denken geben", so Zwazl abschließend.

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