Die Ereignisse des Februar 1934 als Comic: Linolschnitte von Thomas Fatzinek im Linzer Jägermayrhof

Linz (OTS) - Eine außergewöhnliche Kunstausstellung wird am Montag, 3. September, um 19 Uhr, im Linzer AK-Bildungshaus Jägermayrhof eröffnet. Der Künstler Thomas Fatzinek hat die Geschichte eines jungen Arbeiters aus der Zwischenkriegszeit in eine 58 Seiten umfassende comic-artige Bildgeschichte gegossen, die in Form von Linolschnitten auf Bütten im Jägermayrhof zu sehen ist. Titel der Ausstellung: "Als die Nacht begann...."

Der Held von Thomas Fatzineks Kunst-Comic-Geschichte wächst als Arbeiterkind im "Roten Wien" der 1920-er Jahre auf. Er erlebt die Gründung der Ersten Republik und den Justizpalastbrand persönlich mit. Radikalisiert durch die Kompromissbereitschaft der Sozialdemokratie angesichts der Zerschlagung der Demokratie durch die Christlich-Soziale Partei und die faschistischen Heimwehren, organisiert er sich im Schutzbund.

Nach der vereitelten Waffensuche im Hotel Schiff in Linz und dem Ausbruch der Kampfhandlungen im Februar 1934 erleben wir ihn bei den Kämpfen im Karl-Marx-Hof und der anschließenden Flucht durch die Kanalisation.

In faszinierenden Linolschnitten, gedruckt auf 58 Büttenblättern, erzählt Thomas Fatzinek seine Bildgeschichte. Entstanden sind die Arbeiten in den Jahren 2002 bis 2004. Der künstlerischen Umsetzung in der Kombination von Comic-Zeichnung und Linoldruck ging eine intensive Recherche und Auseinandersetzung mit den historischen Ereignissen voraus.

Der gelernte Lithograph Thomas Fatzinek wurde 1965 in Linz geboren und war in verschiedenen Berufen tätig. Seit 1994 lebt er in Wien, wo er ab dem Jahr 2000 ein Studium in der Werkstätte Druckgrafik der Wiener Kunstschule absolvierte.

"Als die Nacht begann..." war die Diplomarbeit, mit der er sein Studium im Jahr 2004 abschloss. Derzeit arbeitet er neben seiner künstlerischen Tätigkeit als Lokomotivführer bei der Schönbrunner Tiergartenbahn.

Bei der Vernissage wird der Leiter des AK-Bildungshauses, Erwin Kaiser, diplômé, den Bezug der Arbeiterkammer zum Thema beleuchten, war doch der Jägermayrhof einer der Schauplätze der tragischen Ereignisse des Jahres 1934. Der Wiener Historiker und Kunsttheoretiker Prof. Dr. Philipp Maurer wird einleitende Worte zur Ausstellung sprechen. Und der Vorsitzende der oberösterreichischen Freiheitskämpfer, Peter Weidner, wird ein paar kurze Texte zu den Ereignissen von 1934 vortragen.

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