Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar "Das fidele Nullsummenspiel" (von Claudia Grabner)

Ausgabe, 28. August 2007

Klagenfurt (OTS) - Konjunkturelle Hochleistungstage sind kein
Garant für Steuerentlastung. Selbst dann nicht, wenn der Reallohn der Arbeitnehmerschaft dem wirtschaftlichen Sauseschritt hinterherkeucht. Das weiß Österreich spätestens seit gestern. Seit Kanzler Alfred Gusenbauer das parteiinterne Unverständnis mit dem Machtwort stoppte:
Keine Steuerreform vor 2010.

Das "Ja, aber ..." sollten enttäuschte Mitbürger vernünftigerweise für sich behalten - und es salopp mit Michael Häupl halten: Ihmist es "völlig wurscht", ob die Steuerreform ein Jahr früher oder später komme, wesentlich sei der Inhalt. Wie recht er doch hat, der gute Wiener Bürgermeister! Er weiß, als geprüfter Österreicher, dass sich das Volk en gros seine Steuergeschenke selbst bezahlt ...

Wirtschaftsexperten sind denn auch schon seit Monaten am Rechnen, wie sich Geben und Nehmen als Nullsummenspiel finanzieren lässt. Mit dem Zwischenstand: Hat der Bürger mehr Aktiveinkommen auf dem Gehaltszettel/im Geldtascherl/auszugeben, lassen sich Steuererhöhungen argumentativer/frecher/ungenierter durchsetzen. Im Visier der Geldfahnder: Mineralölsteuer, Tabaksteuer, Grundstückssteuer. Ergo: Wohl dem, der die Reform nicht erwarten kann!

Rückfragen & Kontakt:

Neue Kärntner Tageszeitung
Viktringer Ring 28
9020 Klagenfurt

Mag. Claudia Grabner
Tel.: 0463/5866-532
E-Mail: claudia.grabner@ktz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KTI0001