Ursachen für Lebensmittel-Teuerungen aufdecken

Frais: "Halbjährliche Preis- und Qualitätsübersicht im Internet als erster Schritt"

Linz (OTS) - Sowohl Anschober als auch Stockinger haben in einer ersten Reaktion den von SP-Klubobmann Dr. Karl Frais eingeforderten ‚Runden Tisch' zu den enormen Lebensmittel-Preissteigerungen abgelehnt. Frais warnt: "Durch das Wegschieben des Themas drohen die negativen Auswirkungen zulasten der KonsumentInnen noch dramatischer zu werden. Überzogene Verteuerungen müssen gerade in den Bereichen des täglichen Lebens schonungslos aufgezeigt werden. Denn die Menschen haben das Recht zu erfahren, wer von den höheren Preisen in welchem Ausmaß profitiert." Um den Druck auf die sogenannte freie Marktwirtschaft zu erhöhen, solle Konsumentenschutzreferent Anschober halbjährlich die Bandbreite der Lebensmittel-Preise erheben und diese unter Berücksichtigung der Qualität der Produkte im Internet veröffentlichen.

"Für KonsumentInnen soll die Nachvollziehbarkeit von Preissteigerungen bei Lebensmitteln erhöht werden. Dazu reicht der derzeitige Verbraucherpreisindex nicht aus. Eine regelmäßige Übersicht über die höchsten und niedrigsten Endverbraucherpreise, die auch über die unterschiedliche Qualität der Produkte informiert, wäre für die Kaufentscheidung von KonsumentInnen hilfreich. Dadurch würden auch die Preiserhöhungen in den verschiedenen Produktgruppen klar aufgezeigt. Für Händler, die Lebensmittel von hoher Qualität zu günstigen Preisen anbieten, wäre diese Preisauszeichnung auch eine zusätzliche Werbung", argumentiert der SP-Klubobmann. Mit dieser Maßnahme könnte Anschober auch sein öffentlich erklärtes Eintreten für transparente Lebensmittelpreise unter Beweis stellen.

Als untauglich bezeichnet Frais den Zugang von Agrarreferent Stockinger, der jede Diskussion über die Ursachen der enormen Preiserhöhungen verweigert. "Stockinger selbst hat behauptet, dass bei den Lebensmitteln der Rohstoffmarkt nur vorgeschoben wird, um die Preise zu erhöhen. Seine Ablehnung des ‚Runden Tisches' zu diesem Thema wirkt jedoch nicht vertrauensbildend. Zusätzlich zu sozialen Fragen, die höhere Lebensmittelpreise auslösen, sind jedenfalls auch die wirtschaftlichen Fragen nach den Ursachen der Preiserhöhungen zu stellen. Nur so können überzogene Preiserhöhungen einerseits verhindert und andererseits gezielt die notwendigen sozialen Maßnahmen gesetzt werden", ist Frais sicher.

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