Krainer: Vorgänge bei Meinl European Land untersuchen

FMA muss rasch Missstände beseitigen

Wien (SK) - Nach dem durch massive Aktienrückkäufe verursachten Kursverfall der Meinl European Land (MEL) zeigt sich SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer erfreut, dass die FMA über den Pressesprecher Grubelnik mitteilt, dass sie eine Untersuchung durchführt. Die generelle Erfolgsgeschichte der österreichischen Immobilienaktien dürfe durch die Vorgänge bei Meinl European Land keinen Schaden nehmen, Meinl European Land dürfte ein struktureller Sonderfall sein, so Krainer gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

MEL ist der einzige Immobilenfond, dessen Aktiengesellschaft keinen Sitz in Österreich hat. Die Meinl European Land sei zwar an der Wiener Börse gelistet, aber im englischen Jersey beheimatet und unterliegt nicht den für österreichische Gesellschaften vorgesehenen Meldepflichten für Rückkaufprogramme unterliegt. Dies zeige eine deutliche Lücke in der Regulierung des heimischen Kapitalmarktes auf, die Finanzminister Molterer rasch schließen muss, unterstreicht Krainer.

Folgende Sachverhalte sollte die FMA prüfen:

1.) Inwieweit, trotz ausländischem Unternehmenssitz, bestehende Ad-Hoc Meldepflichten nicht eingehalten wurden. Denn wie die Ereignisse seit 23. August zeigen, sei das Rückkaufprogramm in höchstem Maße kursrelevant.

2.) Laut Medienberichte hat MEL das für Ost-Immo-Käufe eingesammelte Kapital dazu verwendet, Löcher bei den an der Börse ebenfalls notierten Meinl International Power (MIO) und Meinl Airports (MAI) zu stopfen.

3.) Weiters sei zu klären, ob die durch die Prospektwahrheit geschützten Anleger angesichts der Tatsache, dass die Meinl European Land auf ihrer Homepage mit einem Gutachten wirbt, in dem die Aktien als 'zur Veranlagung von Mündelgeld geeignet' bezeichnet werden, irregeführt worden sind.

4.) 95 Prozent der Großanleger sind bei MEL bereits ausgestiegen. Aufgrund der Vielzahl an betroffenen Kleinanlegern sollte die FMA eine Anlaufstelle für Beschwerden und Anfragen einrichten. Des weiteren wäre es für die Betroffenen sicher Hilfreich, wenn die FMA endlich eine Stellungnahme abgeben würde, was die Kleinanleger nun tun können und sollten.

"Die FMA ist gefordert, umgehend die entsprechenden Maßnahmen in die Wege zu leiten, um die Missstände zu beseitigen", betonte Krainer abschließend. (Schluss) ps

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