SPÖ-Präsidiumsklausur 2: Bures: Bund nimmt 350 neue Lehrlinge auf

Faymann: Kein Ausverkauf öffentlichen Eigentums

Stadtschlaining (SK) - Frauen- und Beamtenministerin Doris Bures präsentierte im Rahmen der Pressekonferenz "Beschäftigung. Den Aufschwung für alle nützen" zur Sommerklausur des SPÖ-Bundesparteipräsidiums am Montag konkrete Initiativen, die der Bund tätigt, um die Ausbildungschancen junger Menschen zu erhöhen. "Der Bund setzt Taten und gibt 350 jungen Menschen Chance auf einen Ausbildungsplatz und ab September wird der Bund speziell jungen Frauen in technischen Berufen Ausbildungsplätze bieten. Damit hat der Bund insgesamt mehr als 1.000 Lehrlinge", erklärte Bures. "Je 20 Milliarden Euro werden bis 2010 in Straße, Schiene und Verkehr investiert", betonte Infrastrukturminister Werner Faymann im Rahmen der Pressekonferenz die Investitionen des Bundes. Faymann wies insbesondere auf die Wichtigkeit des sorgsamen Umgangs mit dem Eigentum in öffentlicher Hand hin. ****

"Der Bund wird speziell auch jungen Frauen in den Bereichen Informationstechnologien, Luftfahrttechnik oder etwa einer Tischlerin im Landesverteidigungsministerium Ausbildungsplätze bieten", erklärte Bures, der Bund müsse bei Ausbildungsmöglichkeiten Vorbild sein, dies habe dann auch positive Auswirkungen auf die Privatwirtschaft. "Die Lehrlingsausbildung ist ein Schwerpunkt in der Bundesregierung und daher wird auch der Bund hier Taten setzen und 350 Lehrlinge im Bundesdienst aufnehmen", so Bures.

Dort wo die öffentliche Hand Eigentümer ist, etwa in den Bereichen Gesundheit oder Wasserversorgung, muss bei etwaigen Verkäufen sehr sorgsam umgegangen werden. "Die sehr vorsichtige Politik der SPÖ ist hier richtig, denn PPP-Modelle mit der Privatwirtschaft sind richtig, aber ein Ausverkauf hätte verheerende Auswirkungen", warnte Faymann. Der Infrastrukturminister plädierte dafür, sich an der diesbezüglichen Diskussion auf europäischer Ebene "massiv zu beteiligen".

Als zentrale Aufgabe der Frauenministerin bezeichnete Bures die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Österreich sei bei der Anzahl der Kinderbetreuungsplätze leider im europäischen Schlussfeld. Daher gebe die Bundesregierung hier eine Anstoßfinanzierung von 20 Millionen Euro jährlich. Gemeinsam mit den Ländern sollen die Plätze der Betreuungseinrichtungen erhöht werden. Dies bedeute auch rund 1.800 zusätzliche Arbeitsplätze, betonte die Frauenministerin. "Jeder Euro, der in Kinderbetreuungsplätze fließt, ist gut angelegt, denn davon fließen 1,2 bis 3 Euro wieder zurück", machte Bures auf die positiven volkswirtschaftlichen Effekte aufmerksam. (Schluss) sl

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