Glawischnig zu Gentechnik: Wo bleibt Gusenbauers Ordnungsruf?

Molterers Tabubruch erfordert klare Worte des Kanzlers

Wien (OTS) - Nachdem die stv. Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, die Öffentlichkeit auf den Vorstoß von Vizekanzler Wilhelm Molterer aufmerksam gemacht hat, der gentechnisch verändertes Saatgut in Österreich zulassen will, ist der Aufschrei groß.
"Der ÖVP-Chef handelt damit gegen den Willen der Bevölkerung. Zur Erinnerung: 1,2 Millionen Österreicherinnen und Österreicher haben sich mittels Volksbegehren ausdrücklich für eine gentechnikfreie Landwirtschaft ausgesprochen."
"Um dem Gentechnik-Liebäugeln der ÖVP ein Ende zu setzen, braucht es ein Machtwort von Kanzler Gusenbauer", fordert Glawischnig. ÖVP-Umweltminister Josef Pröll habe es in den vergangenen Tagen ebenso verabsäumt, seinem Parteichef klar zu widersprechen. Glawischnig: "Ganz im Gegenteil hat auch Pröll im TV-Interview davon gesprochen, die Option Gentechnik mittelfristig offen halten zu wollen. Innerhalb der ÖVP haben die Lobbyisten für einige wenige internationale Gentechnikkonzerne anscheinend das Sagen", kritisiert die Grüne. "Wer Gentechnik im Bereich der Energiepflanzen gestattet, muss sich dessen bewusst sein, dass damit die Grenze überschritten wird. Es ist dann nur eine Frage der Zeit, bis auch im Lebensmittelbereich Gentechnik Fuß fasst. Der SPÖ-Regierungschef muss sich hinter die Bürgerinnen und Bürger stellen und die ÖVP zur Ordnung rufen."

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