Gusenbauer bei Festakt 100 Jahre IUSY: "Für eine Internationale der Menschen und Werte"

Wien (SK) - Die Sozialistische Jugendinternationale IUSY feiert an diesem Wochenende in Berlin ihr 100-jähriges Bestehen. Beim großen Festakt am Samstag im Friedrichstadtpalast war Österreichs Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer der Hauptredner. Seine Ansprache wurde von den 3.000 Jugendlichen aus Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika mit Begeisterung aufgenommen. Außerdem sprachen der deutsche SPD-Vorsitzende Kurt Beck, die deutsche Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) und Kemal Dervis (Administrator vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen). ****

Die 100-Jahr-Feier der IUSY steht unter dem Motto "100 Years of Struggle for Peace and Equality". Gusenbauer erinnerte in seiner Rede an die Chile-Solidaritätsfront der 70er Jahre, und wie in den 90ern dann die Demokratie in Chile durchgesetzt wurde und nun eine Sozialistin regiere. Er erinnerte auch an den Kampf gegen die Apartheid in Südafrika und daran, dass später, als er für die IUSY Südafrika besuchte und Nelson Mandela traf, dieser betonte: Der Sieg über die Apartheid sei möglich geworden, "weil wir nie aufgaben".

Weiters führte Gusenbauer den demokratische Wechsel und den Kollaps des Kommunismus im Jahr 1989 an, er betonte: "Es gibt keinen Sozialismus ohne Demokratie und Menschenrechte." Besonders hob Gusenbauer hervor, dass die Demokratisierung von Osteuropa nicht durch Krieg erfolgte, sondern "das Resultat der Kraft von Ideen, nämlich der Idee von Freiheit" gewesen sei. "Heute gibt es die Internationale des Geldes und Profits - es braucht auch die Internationale der Menschen und Werte", betonte Gusenbauer. Die Rolle der Sozialistischen Internationale sei es, "eine Kämpferin dafür zu sein".

Bei der Globalisierung hält Gusenbauer Verteilung und Gerechtigkeit für die entscheidenden Fragen, "das ist die Aufgabe von Sozialdemokraten weltweit: Dafür einzutreten, dass nicht wenige viel und viele (zu) wenig haben. Wir sind nicht am Ende der Geschichte, sondern am Anfang - unser Kampf ist erst zu Ende, wenn es Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit für alle auf der Welt gibt." (Schluss) wf

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