Buchinger: Verbesserungen für Nacht- und AkkordarbeiterInnen

Novelle zur Schwerarbeitsverordnung in Begutachtung

Wien (BMSK) - Sozialminister Erwin Buchinger plant in einer
Novelle zur Schwerarbeitsverordnung deutliche Verbesserungen. Mit den vorgeschlagenen Änderungen der Schwerarbeitsverordnung soll der Katalog der besonders belastenden beruflichen Tätigkeiten erweitert werden und zwar einerseits um die Nachtarbeit und andererseits um die so genannte Akkordarbeit. "Nacht- und Akkordarbeit sind ohne Zweifel besonders belastend. Eine Einbeziehung dieser Tätigkeiten in die Schwerarbeitsverordnung war längst überfällig. Wer unter diesen nicht einfachen Bedingungen sein täglich Brot verdienen muss, hat ein Anrecht auf einen besonderen Schutz", so der Sozialminister. ****

Derzeit gilt nur der Schicht- und Wechseldienst während der Nacht unter bestimmten Voraussetzungen als besonders belastend. Künftig soll jegliche Arbeit in der Nacht zwischen 22.00 und 6.00 Uhr als besonders belastende Tätigkeit gelten.

Auch die regelmäßige Akkordarbeit und Tätigkeit in einem akkordähnlichen Entgeltsystem (Quantitätsprämiensystem) soll künftig als Schwerarbeit gelten. Unter Akkordarbeit werden solche Tätigkeit verstanden, die in einem Leistungslohnsystem erbracht werden, bei dem das Entgelt überwiegend von der Arbeitsleistung der Arbeitnehmer bestimmt wird und die bei regelmäßiger Ausübung infolge der physisch und psychisch nachteiligen Arbeitsbedingungen nachweislich zu gesundheitlichen Schäden führen.

"Die Novelle ist ein wesentlicher Beitrag dazu, arbeitende Menschen mit zielgerichteten Regelungen sozial abzusichern. Damit erfahren die betroffenen ArbeitnehmerInnen die Anerkennung durch die Gesellschaft, die ihnen zusteht", so der Sozialminister abschließend.

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