ARBÖ: Zahl der "Freisprech-Muffel" wird geringer

Nach wie vor telefonieren 52 Prozent ohne Freisprecheinrichtung

Wien (OTS) - Noch immer telefonieren 73 Prozent aller Autofahrer während der Fahrt, davon 52 Prozent ohne Freisprecheinrichtung. Dies belegt die aktuelle Handyumfrage des ARBÖ. Bei der letzten Handyumfrage aus dem Jahr 2004 hatten 55 Prozent keine Freisprecheinrichtung beim Fahren benutzt. "Die Zahl der ist erfreulicherweise gesunken, ist aber immer noch viel zu hoch", bringt ARBÖ-Sicherheitsexperte Thomas Woitsch das Kernergebnis auf den Punkt.

Wer ohne Freisprecheinrichtung telefoniert nimmt ein sehr hohes Unfallrisiko in Kauf, denn wird mit nur einer Hand gelenkt, kann es bei raschen Ausweich- und Lenkmanövern, beim Gangschalten oder Blinken zu gefährlichen, ja sogar lebensbedrohlichen Verkehrssituationen kommen. Thomas Woitsch: "Mit dem Handy in der Hand Auto zu fahren kommt einer alkoholischen Beeinträchtigung gleich, die Reaktionszeit verringert sich erheblich".

Diese Gefahr ist den Autofahrern, die ohne Freisprecheinrichtung während des Fahrens telefonieren, durchaus bewusst, geht aus der ARBÖ-Handystudie hervor. Das Risikobewusstsein der "Freisprech-Muffel" ist in den letzten drei Jahren immerhin gestiegen. 52 Prozent fühlen sich durch das Handy am Ohr hinterm Steuer eingeschränkt und abgelenkt. Vor drei Jahren waren es erst 42 Prozent gewesen.

Ob das unbefugte Handy-Telefonieren am Steuer zu Unfällen führt, kann aufgrund der aktuellen Unfallstatistik Österreichs nicht festgestellt werden. "Bedauerlicherweise gibt es noch immer nicht das neue Unfallzählblatt, das auch Handy-Telefonieren als Unfallursache extra ausweist", so Thomas Woitsch. Die entsprechenden Vorschläge der Experten werden seit Jahren nicht umgesetzt.

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