"Neue Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR VON CLAUDIA GRABNER: Die Fänge des Älterwerdens

Klagenfurt (OTS) - Er ist weder Erfindung der Wissenschaft. Noch Schikane von Sozialexperten. Vielmehr: ein Kind unserer Zeit. Und als solches seit Jahren absehbar. Dennoch zwingt der demografische Wandel in Europa die Politik - wieder einmal - ins Eck. Warum? Weil an der mathematischen Gleichung nicht zu rütteln ist:
Zunehmende Überalterung durch steigende Lebenserwartung plus sinkende Geburtenrate ergibt Pensionsnotstand.

Dass Österreich - sein Sozialsystem gleich wie seine Wirtschaft -für den Generationeneinbruch gerüstet ist, wäre gelogen. Auch wenn die Politik anderes behauptet. Mit dem Luxus früher Freisetzungen (aus dem der dürftige 31-prozentige Anteil älterer Menschen am Arbeitsmarkt resultiert) schreibt unser Land ein eigenartiges Kapitel arbeitsmarktpolitischen Tuns. Experten warnen vor der Konsequenz:
einer Anpassung der Pensionsreform.

Und genau die wird in der Politik nur unterm Tisch gehandelt: Im Regierungsprogramm soll eine Pensionsautomatik bereits verankert sein. Sprich: Anhebung des Pensionsalters ohne langes Fackeln, wann immer es die Veränderung der Lebenserwartung nötig macht. Ein doppelt feiges Spiel - solange Freisetzungsorgien rund um den 60er auf der Tagesordnung bleiben.

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