Ja zu Arbeit statt Haft bei leichten Delikten

LR Schwärzler: Aber keine Milde für Verbrecher

Bregenz (VLK) - Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler hält den Vorschlag, Ersatzfreiheitsstrafen durch gemeinnützige Arbeit ableisten zu lassen, im Falle von leichten Delikten für durchaus sinnvoll und diskussionswürdig. "Es gilt aber noch die Ergebnisse mehrerer Pilotversuche zu prüfen und das Modell darf nicht zu einer Verharmlosung im Kriminalbereich führen", betont Schwärzler.

In einigen Städten (Wien, Graz, Linz, Wels und Innsbruck) wurde "Schwitzen statt sitzen" bereits in der Praxis erprobt. Die Ergebnisse dieser Modellversuche müssen auf dem Tisch gelegt und in die künftige Gesetzgebung miteinbezogen werden, so Schwärzler: "Bei leichten Delikten sage ich grundsätzlich ja zu diesem neuen Weg. Es darf aber nicht sein, dass Kriminelle am Arbeitsmarkt untergebracht werden und dadurch die Sicherheit am Arbeitsmarkt leidet. Deshalb sollen jene, die gemeinnützige Arbeit leisten, eine professionelle Begleitung durch den Arbeitgeber erhalten."

Bei schwerwiegenderen Straftaten schließt Landesrat Schwärzler die Möglichkeit, Haftstrafen durch gemeinnützige Arbeit zu ersetzen, ganz klar aus: "Verbrecher gehören ins Gefängnis. Hier Milde zu zeigen wäre ein völlig falsches Signal."

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