Transparenz schafft Effizienz

Pharmig zur Verwaltungsreform: Wir brauchen einen offenen Diskurs

Wien (OTS) - Pharmig-Generalsekretär Jan Oliver Huber kommentiert die aktuelle Diskussion um die vorgeschlagene Verwaltungsreform von Rechnungshof-Präsident Josef Moser: "Gerade im Gesundheitssektor ist es besser in diesem Fall von Effizienzpotential als von Einsparungspotential zu sprechen. Durch vernünftige Maßnahmen ist es mit Sicherheit möglich, vorhandene Strukturen besser zu nutzen. Dass diese konstruktiven Vorschläge von einigen Interessengruppen von vornherein abgelehnt werden, kann ich persönlich nicht gutheißen."

"Was ich in dieser ganzen Diskussion vermisse, ist die erforderliche Sachlichkeit, mit der alle Teilnehmer kommunizieren sollten", bedauert Huber. Viel sinnvoller wäre es, wenn sich alle Partner im Gesundheitswesen an einen Tisch setzten, um erforderliche Strukturänderungen zu diskutieren. "In unserem Gesundheitswesen gibt es zuviel Föderalismus. Wir müssen die Kompetenzen bündeln und die Finanzierung aus einer Hand anstreben."

Anstelle leerer Polemik sollte eine konstruktive Diskussion treten. Man könne vor der demografischen Entwicklung in Österreich nicht die Augen verschließen. Die Menschen werden immer älter und werden auf Dauer eine immer kostspieligere medizinische Versorgung benötigen. "Der Vorschlag von Moser, die Anzahl der Akutbetten zu verringern und stattdessen mehr Pflegebetten zu schaffen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Eine beständige Anhebung der Sozialversicherungsbeiträge für uns Pflichtversicherte kann keine Dauerlösung sein", so Huber.

"Der Enthusiasmus, mit dem immer neue Steuern erfunden werden, sollte sich eher auf nachhaltiges Wirtschaften mit den vorhandenen Mitteln konzentrieren. Das Geld ist ja schon da. Mit der entsprechenden Transparenz könnte man es auch wesentlich effizienter nutzen", meint Huber abschließend.

Hintergrund: Anfang vergangener Woche hatte Rechnungshof-Präsident Josef Moser die Diskussion um eine Verwaltungsreform angestoßen. 2,9 Milliarden Euro Potential sieht er im Gesundheitsbereich. Die Mittel sollen dabei nicht gekürzt, sondern sinnvoll umgeschichtet werden. Damit können sie dort ausgegeben werden, wo der Bedarf steigt, wie etwa in der Pflege. Mosers Vorschläge stießen im Gesundheitsbereich teilweise auf Kritik.

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