Steinhauser: Gemeinnützige Arbeit auch an Stelle kurzer Haftstrafen

Grüne: Bergers Vorschläge gehen in die richtige Richtung, aber nicht weit genug

Wien (OTS) - Der Vorschlag von Justizministerin Berger, künftig Ersatzfreiheitsstrafen durch gemeinnützige Arbeit zu ersetzen, geht dem Justizsprecher der Grünen, Albert Steinhauser, nicht weit genug:
"Auch kurze Haftstrafen bis zu einem halben Jahr sollten durch freiwillige gemeinnützige Arbeit ersetzt werden", fordert Steinhauser. Es macht wenig Sinn, durch Haftstrafen das soziale Umfeld von Straffälligen zu ruinieren. "Kurze Haftstrafen kosten dem Betroffenen nicht selten den Arbeitsplatz und zerstören intakte familiäre Strukturen. Dem Ziel der Resozialisierung dient das jedenfalls sicher nicht", begründet Steinhauser seinen Vorstoß.

Das Haftentlastungspaket von Justizministerin Berger ist ein Schritt in die richtige Richtung. Jetzt ist die justizpolitische Verantwortung der ÖVP gefordert: "ÖVP-Justizsprecher Donnerbauer soll Missethon & Co das justizpolitische Heft aus der Hand nehmen. Im Chaos der Stellungnahmen ist außer einem ´die ÖVP ist dagegen` seit Monaten wenig inhaltliche Linie zu erkennen", kritisiert Steinhauser.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001