Schuldnerberatung für Jugendliche - SP-Klicka: Kritik von VP-Praniess-Kastner an Stadt politisch vordergründig

Verantwortung der Eltern und der Wirtschaft nicht beiseite schieben

Wien (SPW-K) - "Die Stadt Wien ist sich der gesellschaftlichen Problematik des sich übermäßigen finanziellen Verschuldens durch eine immer höhere Zahl von Menschen durchaus bewusst. Deshalb unterstützt die Stadt selbstverständlich Maßnahmen zur Schuldnerberatung. Die Schuldnerberatung Wien ist eine zentrale Anlaufstelle für Menschen in großen finanziellen Schwierigkeiten. Da die unsoziale Politik der abgewählten schwarz-blau-orangen Bundesregierung nach wie vor ihre langen dunklen Schatten wirft und die Zahl der in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Menschen und die damit verbundene Zahl der Beratungen gestiegen ist, hat Sozial- und Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely eine Personalaufstockung bei der Schuldnerberatung angeordnet. In diesen Schuldnerberatungsstellen werden selbstverständlich auch junge Menschen beraten", erklärt Dienstag die Vorsitzende des Sozialausschusses des Wiener Gemeinderates, SP-Gemeinderätin Marianne Klicka, zu den Ausführungen von VP-Gemeinderätin VP-Praniess-Kastner zu dieser Thematik.

"Zusätzlich zu den bisherigen 21 BeraterInnen werden bis Anfang Oktober insgesamt zehn neue Posten und damit eine Aufstockung um gleich 50 Prozent (!) geschaffen", informierte Klicka. Auch würde in den Schulen durch viele Lehrer aber auch in den Jugendeinrichtungen der Stadt verstärkt auf die Problematik des Schuldenmachens hingewiesen. Klicka: "Es kann aber nicht vordringlich Aufgabe des Stadt sein, den Eltern die ihnen zustehende Verantwortung und Aufklärung gegenüber ihren Kindern auch hinsichtlich des Umganges mit Finanzmitteln gleichsam aus der Hand zu nehmen. Gerade die ÖVP, die sonst immer der Eigenverantwortung des Einzelnen das Wort rede, sollte diese in dieser Frage nicht ganz einfach aus rein parteitaktischen Gründen auf die Stadt abzuschieben zu versuchen", betonte Klicka. Sie könne sich jedenfalls des Eindrucks nicht erwehren, dass es Kollegin Praniess-Kastner in Wirklichkeit gar nicht so sehr um die in die Schuldenfalle geratenen Menschen gehe, sonst hätte sie schon vor Jahren ihr lautstarkes Veto gegen die unsoziale und die Verarmung fördernde Politik ihrer Parteifreunde in der vorherigen Regierung einlegen müssen. Der Wiener ÖVP gehe es, so Klicka, offensichtlich nur darum, die Stadt anzupatzen zu versuchen.

Klicka wies einmal mehr darauf hin, dass "bei diesem Thema aber auch die Wirtschaft nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden darf. Hier sind insbesondere der Einzelhandel und die Telekomanbieter gefordert, ihrerseits Konzepte gegen die Überschuldung von Privaten zu entwickeln - anstatt etwa mit Teilzahlungsangeboten die tatsächlichen Kosten zu verschleiern. Die ÖVP sollte, anstatt 'Haltet den Dieb!' zu rufen, ihre angeblich so guten Kontakte zur Wirtschaft nützen, um hier echte Verbesserungen zu schaffen", schloss Klicka. (Schluss)

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