Präsident Pacher "Hände weg vom Zukunftsfonds"

Klagenfurt (OTS) - "Hände weg vom Zukunftsfonds", warnt heute Kammerpräsident Franz Pacher angesichts der ernsten Budgetsituation des Landes Kärnten. Es darf nicht sein, dass man sich wiederum des Zukunftsfonds und des Erlöses der Hypo-Veranlagung bedient, so Pacher. "Die 67 Mio. Euro, die für die Budgetsanierung vom Zukunftsfonds bereits abgezweigt wurden, waren eine einmalige Ausnahme und das letzte Mal."

Pacher bekräftigt, dass das Haushaltsproblem nur an der Wurzel zu bekämpfen ist. Es wird nur mit einschneidenden strukturellen Maßnahmen und einer strukturellen ausgabenseitigen Sanierung gehen. Auch führt kein Weg an einer langfristigen, verantwortungsvollen Budgetplanung vorbei.

Pacher erinnert daran, dass im sogenannten "Fiedler-Papier" wichtige Vorschläge zur ausgabenseitigen Reduzierung des Landesbudgets in den Jahren 2005 bis 2009 enthalten sind. Der langjährige ehemalige Rechnungshofpräsident hat mögliche Einsparungspotenziale im Land Kärnten eruiert und zusammengefasst. "Leider wurde dieses nach wie vor aktuelle Papier aber offensichtlich schubladisiert", bedauert Pacher.

Einsparungsmöglichkeiten sieht Fiedler vor allem im Personalaufwand des Landes, wobei er kumulierte mögliche Einsparungen von 85 Mio. Euro errechnete. Auch bei den Gesundheitsausgaben, die zu den wesentlichsten Ausgabenblöcken des Landesbudgets gehören, gibt es laut Fiedler Einsparmöglichkeiten in der Höhe von 205 Mio. Euro. Weitere Sparpotenziale erkannte Fiedler in einer Verwaltungsreform und in ein nachhaltiger Bürokratieabbau sein.

Pacher: "Es ist höchst an der Zeit, das übrig gebliebene Landesvermögen zusammen zu halten und nachhaltig zu veranlagen. Aus Einmalerlösen kann man das Budget ohnehin nicht langfristig sanieren. Auch wir in der Privatwirtschaft müssen dafür sorgen, dass unsere Finanzen stabil sind - das gilt umso mehr auch für die Verantwortlichen im Land Kärnten und das Geld der Kärntner Steuerzahler."

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