Grossmann zu Sexualstraftäter: Bei Berufsverbot wirklich alle relevanten Berufsgruppen erfassen - auch geistliche Berufe

Wien (SK) - "Reiner Populismus ist zu wenig", sagte SPÖ-Kinder-
und Jugendsprecherin Elisabeth Grossmann zu der von Innenminister Platter angekündigten Sexualstraftäterdatei. Es sei eine bekannte Tatsache, dass der Großteil der Missbrauchsdelikte an Kindern und Jugendlichen in der Familie oder im Bekanntenkreis verübt werden. Es sei daher wesentlich, den Schutz der Kinder zu stärken, sodass sie lernen, nein zu sagen, unterstrich Grossmann. Bei den angedachten Berufsverboten für Sexualstraftäter müssen aber alle relevanten Berufsgruppen, die mit der Kinderbetreuung bzw. -ausbildung erfasst sein, dazu gehören auch geistliche Berufe, so die SPÖ-Abgeordnete. ****

Bei Religionslehrern oder bei Personen in der Jugendseelsorge habe es in der Vergangenheit ebenfalls Übergriffe gegeben - das dürfe man nicht vergessen, betonte Grossmann. Es müssten zudem Einrichtungen besser unterstützt werden, die sich mit Kinderschutz befassen und qualifizierte Präventionsarbeit in Schulen und Kindergärten leisten. Auch LehrerInnen und Kindergärtnerinnen müssen verstärkt dahingehend geschult werden, Missbrauchsfälle zu erkennen.

"Die bisher vorgeschlagenen Maßnahmen müssen nun von Experten auf ihre Sinnhaftigkeit überprüft werden. Mit reinen Populismus ist es jedenfalls in dieser heiklen Materie nicht getan", schloss Grossmann. (Schluss) up/mm

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