Madejski: FPÖ fordert Planungsstopp und Rückbau für gemischte Rad- & Gehwege!

Haftpflichtversicherung und Helmpflicht für Radfahrer in Wien gefordert!

Wien (fpd) - Einen sofortigen Planungsstopp sowie einen Rückbau bereits errichteter gemischter Rad- & Gehwege forderte heute der Planungssprecher der Wiener FPÖ, LAbg GR Dr. Herbert Madejski. Faktum sei, dass es immer öfter zu gefährlichen Situationen durch Radfahrer in dieser Stadt komme. Die Gefährdung habe mittlerweile eine Größenordnung angenommen, so dass mit den bisherigen Mitteln keine bzw. nur unzureichende Gegenmaßnahmen gesetzt werden können.

In diesem Zusammenhang fordert die FPÖ eine verpflichtende Haftpflichtversicherung inklusive Kennzeichen für die Fahrräder, da es immer wieder zu Situationen kommt, wo ein Unfallverursacher nicht mehr ausgeforscht werden kann. In der Schweiz ist seit Jahrzehnten jedes Fahrrad mittels Kennzeichen eindeutig identifizierbar - eine Regelung, die auch für Wien vorstellbar ist. Weiters ist eine Helmpflicht Teil des freiheitlichen Sicherheitspakets, da im Falle eines Unfalls häufig schwere Kopfverletzungen bei den Radfahrern auftreten. In diesem Zusammenhang müsste auch das Tragen von Sicherheitswesten für Radfahrer evaluiert werden. In Ungarn ist dies seit 1. Juli Pflicht und es werde sich zeigen, ob damit der Sicherheitsaspekt erhöht werden könne, so Madejski.

Die FPÖ spricht sich auch für vermehrte Schwerpunktaktionen an neuralgischen Punkten der Exekutive aus. Rund 60% der heute benutzten Fahrräder entsprechen nicht den gesetzlichen Bestimmungen und stellen somit ein Risiko für die Radfahrer selbst und Dritte dar. Dies müsse künftig verhindert werden und in diesem Zusammenhang fordert die Wiener FPÖ auch eine fünf Personen umfassende "Fahrradstaffel" der Exekutive, die sich genau diesem virulenten Problem widmet.

Auch bei der künftigen Gestaltung von Radwegen sei es an der Zeit dem Sicherheitsaspekt einen größeren Stellenwert einzuräumen. So habe z.B. in der Gemeinde Pfaffstätten mit dem Projekt "FASSI" eine technische Innovation dafür gesorgt, dass Autofahrern signalisiert werde, wenn sie mit Radfahrverkehr zu rechnen hätten. Solch ein System, das mit Sensortechnik arbeitet, wäre gerade am Ring, wo es auf Grund der Unübersichtlichkeit immer wieder zu äußerst gefährlichen Situationen kommt, höchst wünschenswert.

Ein weiterer Kritikpunkt Madejskis sei die Verlogenheit bezüglich der Angabe des Radfahrverkehrs in der öffentlichen Statistik. Immer wieder werde angegeben, dass in Wien 6% des Verkehrs mittels Fahrrad zurückgelegt werde. Dies sei eine reine Phantasiezahl, da derzeit maximal 1,2% der Radfahrer wirklich 12 Monate im Jahr auf das umweltfreundliche Fahrrad steigen und daher auch das Ziel für 2010 von einer 8% Nutzung völlig unrealistisch sei, so Madejski. (Schluss) jen

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