ARBÖ: Feinstaub-Grenzwerte auf Oberösterreichs Tempo 100-Strecke im Vorjahr nur 13 Mal erreicht

"Lufthunderter" auf Autobahnen brachte lediglich Feinstaub-Reduktion im Promille-Bereich

Wien (OTS) - Auf der oberösterreichischen
Tempo-100-Autobahnstrecke zwischen Enns und Linz ist der Grenzwert für Feinstaub im gesamten Jahr 2006 lediglich 13 Mal überschritten worden. Mit diesen Zahlen des Umweltbundesamt unterstützt der ARBÖ das von Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Werner Faymann geplante "Aus" für starre Lufthunderter auf heimischen Autobahnen.

Der ARBÖ bekennt sich aber zu den von Minister Faymann vorgeschlagenen flexiblen Tempolimits, die dann in Kraft treten, wenn sich die Feinstaubsituation zuspitzt. "Auf der vierspurig ausgebauten Autobahnstrecke zwischen Enns und Linz gibt es Tempo 100 dann nur mehr an 13, statt wie bisher 365 Tagen im Jahr. Das ist ein großer Unterschied", so der ARBÖ.

Da PKW nur 9,8 Prozent aller Feinstaub-Emissionen verursachen, ist es völlig logisch, dass punktuelle Tempolimits für PKW auf einigen Autobahnstrecken einfach nicht viel bringen können. Vor allem dann nicht, wenn dort gar keine Feinstaubbelastung entsteht, wie in den Monaten April bis Oktober. Die Entstehung und Ausbreitung von Feinstaub ist extrem abhängig von Wetter, Wind und geographischer Lage. Nach Berechnungen des ARBÖ wurden durch alle bisherigen starren Tempolimits auf den Autobahnen lediglich rund vier Tonnen Feinstaub eingespart. Verglichen mit den 45.146 Tonnen Feinstaub, die insgesamt pro Jahr in Österreich produziert werden, ist das nur ein "Klacks". Auch gemessen an den 4.415 Tonnen Feinstaub-Emissionen aller PKW bedeuten diese vier Tonnen nur eine Einsparung im Promillebereich. Hauptverursacher von Feinstaub ist die Industrie (36,8 %), gefolgt von Kleinverbrauchern - hauptsächlich Einzelöfen (22 %) und Landwirtschaft - Gülle (21 %).

Zur Erinnerung: 157.640 Menschen hatten beim ARBÖ gegen Tempo 100 für Pkw auf Autobahnen unterschrieben, mit Namen, Geburtsdatum und Adresse. Der inzwischen abgetretene Verkehrsminister Hubert Gorbach hat bei der Überreichung der Unterschriften im Dezember letzten Jahres zugesagt, diese Limits nach drei Monaten zu kippen, sofern sie keine wesentlichen Verbesserungen bringen.

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