An Klima und Kultur angepasstes Bauen

Salzburg (OTS) - 25 Studierende aus elf Ländern entwerfen derzeit am Standort Kuchl der Fachhochschule Salzburg Informationszentren für ihre Heimatstädte unter Einbeziehung ökologischer Gesichtspunkte. Die Modelle werden beim Forum Alpbach gezeigt.

Via Internet hat die mehrfach ausgezeichnete Gruppe Wiener Wissenschafter "GrAT" (Gruppe Angepasste Technologie) an der TU Wien einen Wettbewerb ausgeschrieben, der Studierende weltweit inspirieren sollte, innovativ mit dem Thema "Nachhaltig Bauen" umzugehen. "Die Entwürfe für die Informationszentren sollten das Thema nachhaltige Entwicklung vermitteln und in ihrer Architektur das wertvolle Wissen regionaler traditioneller Bauweisen berücksichtigen", sagt GrAT-Direktor Robert Wimmer, Initiator des Wettbewerbs. Weitere Vorgaben: Erneuerbare Energiequellen sollten zur Versorgung genutzt und lokal vorhandene Materialien, größtenteils aus nachwachsenden Rohstoffen, einbezogen werden.

Eine Jury hat die besten Entwürfe ausgewählt und 25 angehende Architekten und Designer aus elf Ländern - Österreich, Deutschland, Schweiz, Korea, China, Japan, Spanien, Kolumbien, Brasilien, Mexiko und den USA - nach Kuchl an die Fachhochschule Salzburg zu einem Workshop eingeladen. Für die Unterkunft kommt das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie auf, die Fachhochschule Salzburg, die den Bewerb mitveranstaltet hat, stellt Professoren und Räumlichkeiten zur Verfügung. "Die Studierenden haben hier ein optimales Arbeitsumfeld", weiß Günther Grall, Studiengangsleiter für "Design & Produktmanagement.

Betreut von Professoren und Experten führender Universitäten aus Japan, China und Europa entwickeln die Teilnehmer im Workshop ihre individuellen Konzepte und Entwürfe weiter. Die Ergebnisse der Arbeiten werden in einem eigens dafür gestalteten Ausstellungsbereich beim Europäischen Forum Alpbach 2007 gezeigt, das heuer unter dem Motto "Die Entstehung von Neuem" steht.

Ein vom Salzburger Architekten Georg Scheicher geplanter Pavillon aus ökologischem Recyclingholz wird dafür vor dem Kongresszentrum errichtet. Das Material für den Pavillon stellt der japanische Sponsor Sekisui zur Verfügung. Dabei handelt es sich um eine mehrfach prämierte Neuentwicklung eines ökologischen Holzwerkstoffes ohne synthetische Bindemittel. GrAT-Experte Wimmer: "Mit dieser Technologie ist es möglich, aus unbehandeltem Abfallholz aber auch aus Restholz aus der Durchforstung hochwertige und auch wirtschaftlich konkurrenzfähige Konstruktionswerkstoffe herzustellen."

In Anlehnung an das diesjährige Alpbach-Motto haben Studierende und Lehrende der Fachhochschule Salzburg den "Querdenkerweg" gestaltet, eine Installation, die aus "schwebenden Räumen" besteht:
60 cm hohe, begehbare Zylinder aus Lärchensperrholz, deren Innenwände rundum mit Zitaten und Bildern zu den Themen "Nachhaltigkeit" und "Innovationsgeist" bedruckt sind. Die Installation wird auf der Wiese vor dem Kongresszentrum Alpbach aufgestellt.

Am 16. August eröffnet der Präsident des Europäischen Forum Alpbach und Rektor der Fachhochschule Salzburg, Dr. Erhard Busek, gemeinsam mit Vertretern des Ministeriums die Ausstellung. Eine Delegation aus Japan wird ebenfalls an der Veranstaltung teilnehmen.

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Dr. Robert Wimmer
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