Neues Volksblatt: "Sommerloch" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 13. August 2007

Linz (OTS) - Die Luftballons, die der SPÖ-Sozialminister Erwin Buchinger fast täglich in den politischen Himmel steigen lässt, gehen schön langsam auch eingefleischten Roten auf die Nerven. Am Wochenende ist das deutlich geworden, als ÖGB-Chef Rudolf Hundstorfer seinem Genossen übers Radio ausgerichtet hat, er möge seine Nase nicht überall hinein stecken; auf gar keinen Fall in die Lohnverhandlungen. Die Ratschläge des "Königs des Sommerlochs, wie Buchinger einmal genannt wurde, hält Hundstorfer jedenfalls für sehr entbehrlich.
Was kein Wunder ist; denn für Buchinger gilt offensichtlich nur das eben gesproche Wort; gestern war gestern.
Ein Beispiel gefällig?
Am Wochenende hat der SPÖ-Minister der ÖVP vorgeworfen, sie sei in der Sozialpolitik unterentwickelt.
Da hat er wahrscheinlich schon vergessen, was er am Donnerstag in einer Pressekonferenz erklärt hatte, nämlich: "Österreich gehört zu den gut entwickelten Wohlfahrtsstaaten."
So schlimm kann das also mit der sozialen Unterentwicklung nicht sein, schließlich war die ÖVP als Kanzlerpartei lange Zeit für die Weiterentwicklung des Wohlfahrtsstaats verantwortlich.
Man sieht: Heiße Luft taugt nicht einmal zum Stopfen des Sommerlochs.

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