Grossmann: Österreich hat Nachholbedarf in Jugendpolitik - Fehler der letzten Regierung müssen behoben werden

SPÖ-Jugendsprecherin für Festschreibung von Kinder- und Jugendrechten in der Verfassung

Wien (SK) - "Ich erinnere daran, dass Österreich im Bereich der Jugendpolitik einen Nachholbedarf hat. Sieben Jahre Schwarz-Blau-Orange haben ihre Spuren hinterlassen", so die SPÖ-Jugendsprecherin Elisabeth Grossmann am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst anlässlich des "Internationalen Tags der Jugend". Die Abgeordnete verwies auf die hohe Jugendarbeitslosigkeit unter der alten Regierung und auf ein Schulsystem, "das soziale Ungleichheiten verstärkt und nicht abbaut". Überdies seien 180.000 Kinder und Jugendliche akut von Armut betroffen, diese Zahl sei für ein reiches Land wie Österreich "exorbitant hoch". "Die sozialdemokratisch geführte Regierung hat jedoch schon in den ersten Monaten wichtige Signale in Richtung der Jugend geschickt", lobte Grossmann.****

So habe man das Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt. Damit habe man der Jugend endlich eine Stimme ggegeben und somit habe sich der Druck auf alle politisch Tätigen erhöht, endlich die Anliegen der Jugend ernst zu nehmen, unterstich Grossmann. Auch die Jugendarbeitslosigkeit konnte schon jetzt gesenkt werden, allerdings sei die Lehrstellenlücke noch immer viel zu groß. "An einem Lehrlingsfonds, in den alle nicht ausbildende Betriebe einzahlen und aus dem ausbildende Betriebe gefördert werden, wird kein Weg vorbeiführen", stellte die SPÖ-Jugendsprecherin klar.

Um die Kinder- und Jugendarmut in den Griff zu bekommen, sei es vor allem wichtig, dass von Sozialminister Buchinger forcierte Modell der bedarfsorientierten Mindestsicherung weiter auszubauen. Überdies sei die Reform des Unterhaltsrechts in Richtung eines Unterhaltssicherungssystems von Nöten, so Grossmann. Um insgesamt die Situation für Kinder und Jugendliche zu verbessern, werde es in Zukunft notwendig sein, Kinder- und Jugendrechte in der Verfassung festzuschreiben, dies sei "wichtiger symbolischer Akt", bemerkte die Abgeordnete abschließend. (Schluss) sw

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