Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar: Die schubladisierten Zahlen unterm Strich (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 12. August 2007

Wien (OTS) - Das koalitionäre Gezeter um das, was von den Eurofighter-Gegengeschäften übrig bleibt, ist nur noch das Tüpfelchen auf dem i einer unappetitlichen Affäre. Was der U-Ausschuss an schmierigen Details zum Beschaffungsvorgang der überdimensionierten Flieger zutage förderte, spottete bereits jeder Beschreibung. Danach konterkarierten die mager ausgefallenen Konsequenzen das wichtige demokratische Instrument des Ausschusses.
Zugleich versuchte man der Bevölkerung über Monate hinweg vorzumachen, ohne Weiteres aus einem Vertrag aussteigen zu können, den die Vorgängerregierung mit einem Rüstungskonzern eingegangen war. Und jetzt gibt sich die Regierungsspitze verwundert, dass dieser Konzern nach der Reduktion der Jet-Stückzahl eine Verringerung der Gegengeschäfte verkündet. Hinzu kommt, dass keine nachvollziehbare Aufstellung der Deals existiert und vieles, was unter Gegengeschäft lief, keines war.
Das Mindeste, was sich der Steuerzahler nach dieser Scharade erwarten können sollte, ist eine ehrliche Rechnung: Wie viel wurde wirklich durch die Stückzahl-Reduktion eingespart; wie viel an Gegengeschäften gab es tatsächlich, wie viele wurden eingebüßt; wie sieht es mit Steuerausfällen aus? Mit anderen Worten:Was steht unterm Strich?

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