Sommertourismus: Kaiser: Eine einzige Saison ist zu wenig

SPÖ Kärnten fordert nachhaltige Tourismusplanung

Klagenfurt (SP-KTN) - Bevor im BZÖ endgültig die große Jubelstimmung über die angeblich rekordverdächtige heurige Sommervorsaison ausbricht, sollte gesagt werden, dass dem Plus an Nächtigungen ein Ergebnis aus dem Jahr 2006, seit dem Jahr 1962 das schlechteste zugrunde liege, an dem das heurige Ergebnis gemessen wird und rückblickend über einen längeren Zeitraum betrachtet, es immer wieder gute Vorsommersaisonen gab, was aber nichts Besonderes sei, relativierte heute SP- Klubobmann Peter Kaiser die BZÖ Euphorie.

Besonders sei viel mehr eine im Wesentlichen, trotz einiger guter Saisonen, negative Entwicklung des Sommerfremdenverkehrs in Kärnten. Trauriges Faktum ist, dass sich die Nächtigungszahlen zwischen 1991 mit rund 15 Mio bis zum Jahr 2006 nahezu halbiert haben und Kärnten in diesem Zeitraum zum österreichischen Schlusslicht machten, so Kaiser. Erst mit der Aufhebung der seit Jahren vorhandenen strukturellen Schwächen und gezielter nachhaltiger Tourismusplanung könne Kärnten verlorenen Boden zurückgewinnen.

Dazu präsentierten LAbg. Vzbgm. Herwig Seiser und LAbg. Bgm. Ferdinand Vouk bereits zum zweiten Mal im Kärntner Landtag die SPÖ Forderungen mit dem Tourismus Masterplan 2010, der von allen Parteien bis auf das BZÖ Unterstützung fand. Demnach sind folgende Zielsetzungen zu erstellen:

Eine Qualitätsoffensive für den Kärntner Tourismus; Förderung von Bildungs- und Weiterbildungsangeboten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Tourismus; Berücksichtigung von Klimaveränderungen bei künftigen Planungen; mindestens eine Schlechtwettereinrichtung als Alternativangebot für jede Tourismusregion; Professionelle und schonende Nutzung der Naturressourcen, um dem Trend nach Ruhe und sanftem Tourismus noch besser gerecht werden zu können; Erweiterung und Kooperation der Kärnten Card mit weiteren Tourismuseinrichtungen; Unterstützung des Trends zu Wellnesseinrichtungen in Hotels und schwerpunktmäßige Förderung hochstehender Qualität; Unterstützung des Ausbaues von Kultur- und Gastronomieschwer- punkten samt Veranstaltungen in dafür geeigneten Zentren;Touristische Schwerpunktsetzung als Rad-Land Kärnten;
Ausbau der regionalen und überregionalen Radwegenetze unter Einbindung aller Städte und Gemeinden Kärntens. (Schluss)

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