SP-Haider: Hoher Strompreis in Kärnten nach Privatisierung - Kritik auch von Grünen

Warnungen vor Risiken eines Verkaufs der Energie AG mehr als berechtigt

Linz (OTS) - Wie berechtigt die Warnungen von Landesparteichef LH-Stv. DI Erich Haider vor einer Strompreiserhöhung im Fall eines Verkaufs der Energie AG an der Börse sind, zeigt sich derzeit in Kärnten. Dort droht die von LH Jörg Haider (BZÖ) zu rund einem Drittel an die deutsche RWE verkaufte Kelag mit einer neuerlichen Strompreiserhöhung, was von SPÖ und Grünen massiv kritisiert wird. Ganz anders in Oberösterreich: Schwarz schafft an - in diesem Fall den Verkauf des Landesenergieversorgers. Grün serviert - die Zustimmung, obwohl die negativen Folgen absehbar sind. Und EAG-Generaldirektor Windtner verspricht seinen Kunden nach einem Börsegang sogar bessere Preise. Da fragt man sich, wie das gehen soll, empfiehlt LH-Stv. Haider den schwarz-grünen Börsebefürwortern einen Blick nach Kärnten.

Weil die privatisierte Kelag hohe Dividenden ausschütten muss, werden die Kärntner heuer bereits zum zweiten Mal mit einer saftigen Strompreiserhöhung belastet. "Auch in Oberösterreich würden im Fall eines Verkaufs der Energie AG die Strompreise steigen, weil das Unternehmen unter starken Druck kommt, wenn es die Gewinne für die privaten Aktionäre maximieren muss. Da werden halt schnell einmal die Strompreise erhöht, damit mehr Geld in die Kasse fließt", befürchtet Erich Haider.

Bemerkenswert ist die Reaktion des Grünen Landessprechers Rolf Holub auf die Erhöhung des Strompreises in Kärnten, der kritisiert, dass der Verkauf der Kelag durch LH Jörg Haider der Bevölkerung nun auf den Kopf fällt, weil das Land offenbar jeden Einfluss auf die Gestaltung des Strompreises verloren habe. Die Gewinne des Unternehmens fließen nun direkt an die Aktionäre, während die Kunden weiterhin massiv zur Kasse gebeten werden, so der Landessprecher der Grünen in Kärnten. "Vielleicht sollte sich Rudolf Anschober einmal mit seinem Kärntner Kollegen über die negativen Erfahrungen nach dem Verkauf des Landesenergieversorgers austauschen, ehe er beinahe täglich die segensreichen Folgen eines Börsegangs der früheren OKA preist", empfiehlt Haider.

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