Neue "Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR VON MARKUS KAUFMANN: Der Staat gibt es, der Staat nimmt es

Klagenfurt (OTS) - Wer sich auf das Wort eines Politikers
verlässt, der ist verlassen. Das zeigt einmal mehr die Causa Kindergeld. Erst verspricht der damalige FPÖ-Sozialminister Herbert Haupt, dass ein Überschreiten der Zuverdienstgrenze nicht geahndet wird, und dann flattern Hunderten Eltern Rückforderungen ins Haus.

Der Fall einer Mutter in Vorarlberg schlägt dem Fass den Boden aus. Sie soll 10.000 Euro an die Gebietskrankenkasse zurückzahlen. Eine Summe, die kaum jemand aus der linken Hosentasche bezahlen kann, schon gar keine alleinerziehende Mutter.

Stellt sich die Frage, wie kinderfreundlich Österreich eigentlich ist, ob die Entscheidung, einen Sprößling in die Welt zu setzen, eine Frage des Geldes ist. Auf jeden Fall sollte man sich einen finanziellen Polster schaffen, Unterstützungen besser aufsparen, statt in das Kind zu investieren. Wer weiß, wann Vater Staat auf die Idee kommt, entgegen anders lautenden Zusagen, das Geld wieder zurückzufordern.

Mit dem Kindergeld hat die Politik wieder einmal gezeigt, dass die Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit durchaus berechtigt sind und dass die Worte vieler Politiker oft nur bis zu ihrem Abgang Gültigkeit behalten. Ganz nach dem Motto: Hinter mir die Sintflut.

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