Neues Volksblatt: "Kandidaten" (Von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 8. August 2007

Linz (OTS) - Die Bürger haben schon lang die Nase voll vom politischen Hickhack. Dabei bekommen sie ohnehin nur einen Bruchteil mit; das Allermeiste geht an ihnen vorbei.
Wir sind von den Verbalattacken und -injurien schon so abgestumpft, dass wir gar nicht mehr hinhören - doch ab und an gibt es Angriffe oder Vorschläge, die sind so skuril, dass sie den Panzer der Gleichgültigkeit durchschlagen.
Ein solches Hochgeschwindigkeitsgeschoß politischer Skurilität ist der Vorwurf von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Josef Kalina an ÖVP-Obmann Wilhelm Molterer, dass dieser noch nicht sagen könne, ob er bei der Nationalratswahl 2010 Spitzenkandidat der ÖVP sein werde.
Zum einen ist es interessant, dass man sich in der SPÖ im Jahr 2007 statt mit den Problemen des Landes mit der Wahl 2010 befasst. Und zum anderen ist schon eigenartig, wenn der SPÖ-Sekretär dem ÖVP-Obmann vorwirft, was auch beim eigenen Chef nicht geregelt ist. Jedenfalls ist nichts davon bekannt. Eine diesbezügliche schriftliche und mündliche Anfrage in der SPÖ-Zentrale, "Wann und von welchem Parteigremium wurde Alfred Gusenbauer zum SPÖ-Spitzenkandidaten für 2010 gewählt?", ist unbeantwortet geblieben.
Na ja, die Hitz'!

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