Karlbad in den Nockbergen: Klares Ja zum Erhalt dieses Kleinods

LH Haider, LHStv. Dörfler und LR Scheuch nahmen Lokalaugenschein und Bad im Karlbad - Baden in Holzwannen ist im Trend - Karlbad soll als Besonderheit bestehen bleiben

Klagenfurt (LPD) - Das Karlbad in den Nockbergen, direkt an der Nockalmstraße gelegen, ist ein Gasthaus mit einem einfachen Badebetrieb und kann auf eine dreihundertjährige Tradition zurückblicken. Das alte Bauernbad ist das letzte seiner Art, wird als Heilbad weitum geschätzt und stellt jedenfalls einen enormen Anziehungspunkt dar. Seit neun Generationen wird der Betrieb von der Familie Aschbacher geführt. Was hier seit jeher gepflogen wird, stellt sich in Wirklichkeit als neuester Trend heraus: nämlich möglichst viel "Natur pur".

Heute, Dienstag, nahmen Landeshauptmann Jörg Haider, Tourismusreferent LHStv. Gerhard Dörfler und Nationalparkreferent Landesrat Uwe Scheuch einen Lokalaugenschein vor und genossen auch selbst ein Bad in den Wannen aus Lärchenholz. Sie unterstrichen die Originalität und Ursprünglichkeit des Bades, etwas, das gerade in unserer Zeit wieder verstärkt von gestressten Menschen gesucht wird. Diese Attraktion müsse und werde auch erhalten bleiben, sagten die Landespolitiker zuversichtlich. Vorgebrachte Bedenken hinsichtlich der Hygiene könnten nicht ernstgenommen werden. Holzwannen würden heute auch vielfach in modernen Ferienanlagen gebaut werden. Die 14 Holztröge werden auch regelmäßig mit Wasser gesäubert, sagen Georg Aschbacher und sein Sohn Hans-Jörg. Desinfizierungsmittel oder eine Plastikhaut für die Wannen kommt für sie nicht in Frage. Auch würde aufgrund der Chemikalien ein Entsorgungsproblem anfallen, dies wäre für sie wirtschaftlich nicht lösbar.

Auch die Politiker sehen dafür keinerlei Notwendigkeit. Das wäre nicht mehr das bodenständig gewachsene Karlbad, das seinen speziellen Charakter unbedingt bewahren sollte. Ein naturtouristisches Kleinod, bekräftigte Dörfler. Scheuch sagte, dass sich das Karlbad ideal in den Nationalpark Nockberge füge. Wie der Landeshauptmann sagte, könne in einem beizubringenden ärztlichen Gutachten auch die hygienische Unbedenklichkeit für die Bezirksbehörde festgestellt werden. Die Natürlichkeit zu erhalten, müsse im Interesse aller liegen, so alle drei Politiker.

Steine aus der Umgebung werden erst zerkleinert, dann auf 700 bis 800 Grad erhitzt und in der Folge in das Quellwasser in die Lärchentröge gegeben. Die Steine kommen wieder heraus, der Gast kann nun das rund 70 Grad heiße Wasser weiter mit kaltem Wasser abkühlen und sich in der Holzwanne entspannen. Alles ist hier Natur und wie seinerzeit: Holz, Wasser, Steine und Feuer kommen zum Einsatz. Den Gästen des Hauses gefällt es sehr. Täglich einmal um acht Uhr früh wiederholt sich der Badevorgang.
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