Steier warnt vor Feinstaubbelastung aus Laserdruckern

Steier fordert bessere Information für KonsumentInnen

Wien (SK) - "Der Luftqualität in Innenräumen ist mehr Beachtung zu schenken", betonte der SPÖ-Abgeordnete Gerhard Steier am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz. 90 Prozent der Zeit verbringe man in Gebäuden, trotz allem werde der Problematik der Feinstaubbelastung im direkten Lebensumfeld noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Neben Heizen, Kochen und Rauchen entstehe Feinstaub auch durch die Verwendung von Laserdruckern, erläuterte der Abgeordnete. Besonders bedenkenswert sei, so Steier, dass solche Geräte auch vermehrt in Schlaf- und Kinderzimmern aufgestellt werden, und dies, obwohl es Fakt sei, dass sich die Feinstaubbelastung während des Betriebes von Laserdruckern im Raum erhöhe. ****

Neu sei die Erkenntnis, unterstrich Steier, dass sich auch die Anzahl der ultrafeinen Partikel in der Raumluft erhöhe. Dies habe unter anderem eine Feldstudie in der Gemeinde Siegendorf ergeben, wo man die Drucker von öffentlichen Einrichtungen mit Feinstaubfiltern versehen habe. Noch nicht genau abschätzbar seien die gesundheitlichen Folgen der erhöhten Feinstaubbelastung durch Laserdrucker, hielt der SP-Abgeordnete fest. Es werde zwar über die gesundheitliche Belastung diskutiert, jedoch würden noch die wissenschaftlichen Grundlagen fehlen, um Langzeiteffekte und chronische Folgen genau benennen zu können. Klar sei jedoch, so Steier, dass Feinstaub bis in die feinsten Lungenverästelungen vordringe.

Steier wies darauf hin, dass man in Deutschland in der Diskussion um die Feinstaubbelastung durch Laserdrucker bereits weiter sei. Hier seien bereits mehrere Studien zu diesem Thema vorgenommen worden und auch die mediale Aufmerksamkeit sei größer. Dies wäre auch für Österreich wünschenswert. Wichtig sei, dass sich immer mehr Menschen mit dieser Thematik befassen, um so ein erhöhtes Problembewusstsein zu schaffen.

Neben der Bewusstseinsbildung seien jedoch auch konkrete Maßnahmen erforderlich, um die Gesundheitsgefährdung zu minimieren. So müsse etwa eine wissenschaftliche Risikoforschung über die gesundheitliche Belastung durch Feinstaub aus Laserdruckern und Kopierern erfolgen, vor allem den Langzeitwirkungen müsse erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Überdies brauche es mehr an Information für KonsumentInnen, die Kennzeichnung der Produkte müsse verbessert werden, auch Sicherheitshinweise und die Aufklärung über mögliche Risiken müssten verstärkt werden. Daneben solle der Einsatz emissionsarmer Geräte und der Einbau von Filtermechanismen forciert werden. Steier wies abschließend darauf hin, dass von seiner Seite für Herbst 2007 auch ein Entschließungsantrag in Vorbereitung sei, der die Minderung der Feinstaubbelastung aus Laserdruckern und Kopierern zum Inhalt habe. (Schluss) sw

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0005