Van der Bellen zu Bildung: ÖVP will weiter Stillstand im Schulsystem

Grüne sehen nur "Verwirrtaktik" und vermissen große Reformen

Wien (OTS) - "Das einzige, worum es SPÖ und ÖVP seit Regierungsantritt geht, ist der Kampf einer gegen den anderen. Es geht nur mehr um Konfrontation und das wird sich auch beim morgigen Sommerministerrat nicht ändern", erklärte der Bundessprecher der Grünen Alexander Van der Bellen. Bildung wird in der ÖVP zur Spielwiese für Selbstprofilierer mit dem Effekt, dass sich an der Substanz der ÖVP-Politik nichts verändert. "Selektieren und prüfen von der Wiege bis zur Bahre. Mit Bildung für das 21. Jahrhundert hat das nichts zu tun", so Van der Bellen. Österreich bräuchte so rasch als möglich eine Schule, die jedem die Chance auf Bildung ermöglicht, jedem die Möglichkeit gibt sein Potential zur Entfaltung zu bringen. "Die Verwirrtaktik der ÖVP kann nicht darüber hinweg täuschen, dass sie einfach den Stillstand im Schulsystem fortschreiben will, weil sie sich nicht von ihrem elitistischen Bildungsideal verabschieden kann", sagte Van der Bellen.

"Die wichtigen Themen, wie etwa sinnvolle und kostenlose Frühförderung für alle Kinder, Chancengleichheit im Bildungssystem, Individualisierung des Unterrichts, Begabungsförderung und ein verbesserter Zugang zu höherer Bildung bleiben in der Flut der Wortmeldungen zur Schule völlig ausgeklammert" so Van der Bellen weiter. Die Grünen verlangen daher den verpflichtenden und kostenlosen Kindergartenbesuch für alle über dreijährigen Kinder, ausreichend Förder- und StützlehrerInnen vor allem in den Volksschulen, und eine gemeinsame Schule für alle bis Ende der Pflichtschule, sowie den freien Zugang zu Universitäten. Bezeichnend sei, so Van der Bellen, dass die zuständige Bildungsministerin in der Debatte nicht zu Wort kommt und die ExpertInnenkommission, die mit der Erarbeitung eines Reformkonzepts betraut ist, noch immer nichts vorzuweisen hat. "Ministerin Schmied muss endlich klar stellen, dass sie und Ihre ExpertInnenkommission das Ruder in der Bildungspolitik in der Hand haben," so Van der Bellen.

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