Haberzettl: Österrreichs Lokführer sind keine Streikbrecher

ÖBB-Konzernbetriebsrat: Gravierende Beeinträchtigung des österreichischen Zugverkehrs durch Streik der DB-Lokführer zu erwarten

Wien (vida/ÖGB) - Der Vorsitzende des Konzernbetriebsrates der ÖBB und stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft vida, Wilhelm Haberzettl, machte Dienstag darauf aufmerksam, dass ab Ende dieser Woche bzw. bei einer länger andauernden Bestreikung des Güterverkehrs der Deutschen Bahn (DB) mit massiven Auswirkungen auf den Güterverkehr der ÖBB gerechnet werden muss, weil die Hauptexport- und importverkehre sowie die Transitverkehre aus Deutschland kommen. Gleichzeitig bekräftigte Haberzettl, dass Österreichs Lokführer keinesfalls als Streikbrecher in Deutschland auftreten werden. ++++

Bei einem länger andauernden Streik der deutschen Lokführer werde es auch im ÖBB-Personenverkehr zu gravierenden Beeinträchtigungen kommen, da durch den Streik in Deutschland die gesamten Lok-Umläufe nahezu indisponibel würden.

Derzeit fahren österreichische Lokführer auf deutschem Gebiet täglich rund 120 bis 130 Züge. Diese Zahl beinhaltet auch die Korridortransporte.

Der Vorsitzende des ÖBB-Konzernbetriebsrates stellte in diesem Zusammenhang klar, dass die österreichischen Lokführer keinesfalls als Streikbrecher auftreten werden. "Von österreichischen Lokführern würden über die planmäßigen Züge, oder über die mit diesen Zügen in Zusammenhang stehenden Verkehre hinaus, keine weiteren Zugleistungen übernommen werden. Der Tarifkonflikt in Deutschland sei ein gewerkschaftlicher Kampf zur Bewältigung innerdeutscher Probleme, in dem die österreichischen Lokführer als Streikbrecher nicht zur Verfügung stünden", schloss Haberzettl.
(Schluß)

ÖGB, 7. August
2007 Nr. 467

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