Kuntzl zu Kindergeld: Arbeitszeitreduktion ist der richtige Weg, Gießkannenprinzip nicht

Noch Ende Mai war auch WKÖ-Präsident Leitl für die Arbeitszeitreduktion

Wien (SK) - Wien (SK) "Auch wir sind für das Ende der Zuverdienstgrenze, weil sich gezeigt hat, dass diese nur zu Problemen für die jungen Eltern führt. Deshalb wollen wir die Einführung einer Arbeitszeitgrenze für alle unselbstständig Versicherten, weil diese leicht durchführbar und leicht administrierbar ist", so SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Für eine völlig unbegrenzte Variante des Kindergeldes spreche aber nichts, so Kuntzl weiter. "Damit würden dann die Väter formal das Kindergeld beziehen, aber voll weiterarbeiten. Mit dem Geld würde entweder eine Betreuung zugekauft oder die Mutter bleibt daheim beim Kind. Das kann nicht das Ziel einer familienpolitischen Maßnahme sein." ****

Überrascht zeigte sich Kuntzl auch darüber, dass sich WKÖ-Präsident Leitl heute für eine solche Form des Kindergeldes aussprach. "Noch am 29. Mai haben die Sozialpartner - und damit auch Christoph Leitl - in einem offenen Brief an die Regierung eine Reduktion der Arbeitszeit gefordert." Wörtlich war in dem Brief davon die Rede, dass "die Schaffung einer Wahlmöglichkeit zwischen der betragsmäßigen Zuverdienstgrenze und einer Arbeitszeitgrenze bis zu 24 Stunden wöchentlich" zu prüfen sei. "Ziel dieser Maßnahme ist dezidiert 'eine Erleichterung für Väter, um sich an der Kleinkindbetreuung stärker zu beteiligen'". Dies müsse auch weiterhin angestrebt werden: "Die Arbeitszeitreduktion ist dafür das richtige Mittel. Das Gießkannenprinzip beim Kindergeld ist es nicht", so Kuntzl abschließend. (Schluss) js

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