Rasinger: Österreich hat international gesehen exzellenten Zugang zu Gesundheitsleistungen

In USA 17 Prozent überhaupt nicht versichert - in Österreich 98 Prozent versichert und laufende Verbesserungen des Zugangs

Wien, 4. August 2007 (ÖVP-PK) "Obwohl in Österreich der Zugang zu Gesundheitsleistungen sehr gut ist, darf man Problemfelder nicht

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ignorieren", sagt ÖVP-Gesundheitssprecher Dr. Erwin Rasinger. International durch Studien abgesichert ist das Faktum, dass in industrialisierten Ländern der Gesundheitszustand und die Nutzung der Leistungen umso besser sind, je höher der Bildungsstand bzw. Einkommensgrad ist. Gründe dafür seien u.a. unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten, körperliche Belastungen in schlecht bezahlten Berufen, unterschiedliche Möglichkeiten zu sportlicher Bewegung, niedrigere Teilnahmequoten an der kostenlosen Vorsorgeuntersuchung und insgesamt ein weniger stark ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein bedingt durch Informationsdefizite (z.B. bei Menschen mit Migrationshintergrund). ****

Daher muss eine vorausschauende Gesundheitspolitik vor allem jenen Gruppen helfen, die die zur Verfügung stehenden hervorragenden Gesundheitsleistungen nicht entsprechend nutzen: 1. Hochbetagte, zudem wenn sie zusätzlich leicht verwirrt sind; 2. psychisch Kranke, insbesondere Psychotiker, sowie Alkohol- und Drogenabhängige; 3. Obdachlose; 4. Migranten mit Sprachproblemen; 5. Bildungsschwache Schichten.

Wichtige Vorarbeiten wurden vom Gesundheitsministerium bereits in der letzten Legislaturperiode geleistet. So schuf die 66. ASVG-Novelle 2006 die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Integration von Sozialhifebezieher/innen am e-card-System. Parallel dazu hat der Hauptverband die technischen Voraussetzungen für die Administration der e-card auch für die Belange der Krankenhilfe durch die Sozialhilfeträger geleistet.

In einer Arbeitsgruppe, an der Vertreter des Gesundheitsministeriums ,des Hauptverbandes und die Landessozialreferenten teilgenommen haben, wurde 2006 mit Hochdruck an der aufkommensneutralen Einbeziehung der Sozialhilfebezieher/innen in die gesetzliche Krankenversicherung gearbeitet. Die Länderverantwortlichen verknüpften jedoch nach Vorliegen des Endberichts die Lösung dieser Problematik mit dem Themenkreis "Bedarfsorientierte Mindestsicherung", der derzeit von Sozialminister Buchinger behandelt wird. Eine Lösung erscheint schon in Hinblick auf die weitere Erleichterung des Zugangs für Sozialhilfeempfänger dringend notwendig.

Die ÖVP bekennt sich zum Regierungsprogramm, in dem eine hohe Versorgung für alle, unabhängig von Alter und Einkommen festgeschrieben ist. Deshalb muss es Ziel einer menschlichen Gesundheitspolitik sein, besonders den im Gesundheitswesen schlechter Gestellten ein besonderes Augenmerk zu widmen. Folgende Maßnahmen sind vorrangig zu treffen:

1. Aufwertung des Hausarztes, der als erste Anlaufstelle den Patienten medizinisch-sozial in seinem Umfeld besser betreuen kann

2. Verbessertes Angebot vor allem bei psychisch Kranken, wie Alkohol-Psychosen und Drogenabhängigen

3. Unbürokratische verbesserte Hilfestellung der Krankenversicherung bei diversen Bewilligungen

4. Verstärkte Sozialarbeiterbetreuung und verstärktes Engagement der Sachwalter bei Betreuung von Randgruppen. Verstärkte Bewusstseinsbildung bei Ärzten und allen anderen im Gesundheitswesen tätigen Berufsgruppen dahin gehend, dass es absolut unethisch ist, Unterschiede in der Betreuungsqualität zu machen

Rasinger abschließend: „Die Qualität einer Gesellschaft drückt sich vor allem auch dadurch aus, wie sie mit Schwächeren umgeht. Die ÖVP-Gesundheitspolitik will hier Vorbild sein."

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