Schmied zu Bildungsdebatte in ÖVP: "Sommerloch-Wahnsinn"

Klare Absage an Tests für Kleinkinder und Aufnahmeprüfungen für AHS - Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen großer Erfolg der Regierung

Wien (SK) - "Diese Sommerloch-Debatte ist fast schon ein Sommerloch-Wahnsinn", kritisierte Bildungsministerin Claudia Schmied am Dienstag Abend im ZiB2-Interview die bildungspolitischen ÖVP-Aussagen der letzten Tage. Vor allem den "unausgegorenen Vorschlägen fern von Expertenmeinungen" zu Prüfungsverfahren für Dreijährige und Aufnahmeprüfungen für die AHS erteilte Schmied eine Absage. Die Volksschullehrerinnen und -lehrer kennen die Kinder am besten und sollten daher weiterhin die AHS-Reife beurteilen. "Solange wir die Selektion mit neuneinhalb Jahren aufrecht erhalten müssen, wird das die Grundlage bleiben", betonte Schmied. ****

Auch Aufnahmeprüfungen an Universitäten lehnt Schmied ab. Die Bildungsministerin will den Schwerpunkt auf Bildungs- und Studieninformation schon für die SchülerInnen setzen. "Von Information für die Studentinnen und Studenten halte ich viel - aber nichts davon, dass sich die Unis die Studenten herauspicken."

Schmied erklärte, dass die Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen mit September dieses Jahres zu den ganz großen Erfolgen dieser Regierung gehöre. In 8.000 Volks- und Hauptschulklassen seien ab September 25 und weniger SchülerInnen und in 1.200 AHS-Klassen höchstens 30 SchülerInnen. Sie, so Schmied, habe immer bewusst vom "Richtwert 25" gesprochen, weil auch jedes AHS-reife Kind einen Platz in einer AHS bekommen soll. Da man eine punktgenaue Aufteilung zwischen AHS- und HS-SchülerInnen nicht genau vorhersagen könne, müsse man bei der Klassenschülerhöchstzahl jedenfalls immer von einem Richtwert sprechen, so Schmied. Schmied verwies im Interview auch auf die zahlreichen bildungspolitischen Maßnahmen, die die Regierung seit Amtsantritt gesetzt habe: Richtwert 25, Kleingruppen im Fremdsprachenunterricht, Kleingruppen in Deutsch in der 9. Schulstufe, Vorbereitung der Modellregionen zur gemeinsamen Schule, Anhebung der Schülerbeihilfe, Ausbau der Tagesbetreuung, Start der Pädagogischen Hochschulen sowie Projekte zur politischen Bildung und zu "Kultur macht Schule". "Diese Regierung investiert in Bildung -mit ganz konkreten Maßnahmen und Projekten", so die Ministerin. (Schluss) up/ah

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