ÖSTERREICH: Cortolezis-Schlager will Hauptschulen in "Unterstufen" umwandeln

ÖVP will alle Schulen dem Bund als Träger zuordnen

Wien (OTS) - Der Gegenentwurf der ÖVP zur SPÖ-Gesamtschule liegt am Tisch. Im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Mittwoch-Ausgabe) erläutert die Wiener Stadträtin Katharina Cortolezis-Schlager, Leiterin der Perspektivengruppe Bildung, das Modell, das am 1. Oktober offiziell präsentiert werden soll. Wichtigster Punkt: Die AHS-Unterstufen bleiben bestehen, die Hauptschulen will Cortolezis-Schlager aber in "Unterstufen" umbenannt sehen.

Dies erfordere Umstellungen etwa in der Ausbildung der Lehrer:
"Alle Lehrer werden einheitlich ausgebildet, und zwar nach einem Modulsystem: Das heißt, Unterstufen-Lehrer sollen auch gewisse Fächer in Oberstufen unterrichten können, wenn sie die Ausbildung dazu haben", erklärt Cortolezis-Schlager.

Die ÖVP widmet sich in ihrem Bildungskonzept auch den Kleinsten:
Kindergärten sollten für Kinder ab dem dritten Lebensjahr mindestens drei Stunden pro Tag gratis sein. Der Kindergarten soll zum "Bildungsgarten" werden - mit Sprachunterricht "für alle, die es brauchen". Und für Lehrlinge plant Cortolezis Berufsreifeprüfungen.

Das System soll voll durchlässig sein, nach jedem Abschnitt müsse ein Wechsel in alle Zweige möglich sein. Wichtig ist für Cortolezis, dass einheitliche Bildungsstandards geschaffen werden, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

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