Lunacek: OMV soll sich für inhaftierte Journalisten in Iran einsetzen

Ölkonzern soll seinen Einfluss geltend machen

Wien (OTS) - Einen Appell an den österreichischen Öl- und Gaskonzern OMV richtet die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Ulrike Lunacek. Sie fordert die OMV auf, die Freilassung der beiden Journalisten Adnan Hassanpour und Abdolvahed "Hiwa" Botimar zu fordern und ihren Einfluss in diese Richtung geltend zu machen. Beiden Journalisten droht nach einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International die Todesstrafe. Die OMV ist seit Jahren in Iran wirtschaftlich aktiv und hat erst jüngst einen Ausbau des Engagements mit Iran vereinbart. "Nachdem die OMV sich öffentlich für die Meinungsfreiheit stark macht - so wird alljährlich gemeinsam mit "Reporter ohne Grenzen" der "Press Freedom Award", ein Menschenrechtspreis für engagierte JournalistInnen, vergeben - sollte der Konzern dies nun auch unter Beweis stellen", erklärte Lunacek.

Die OMV könne, so Lunacek, nun die Chance wahrnehmen, auch einen zivilgesellschaftlichen Beitrag zu leisten. "Die OMV hat sich selbst ein Engagement für die Pressefreiheit auf die Fahnen geschrieben. Ich erwarte, dass sie dieses Engagement auch in Iran unter Beweis stellt. Wenn es schon ein wirtschaftliches Engagement eines heimischen Konzerns gibt, dann sollte dies auch gesellschaftspolitisch in Iran spürbar werden", so Lunacek.

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