Kalina zu Bildungspolitik: "ÖVP nicht mehr ernst zu nehmen"

"Die ÖVP soll sich wieder melden, wenn sie weiß, was sie will"

Wien (SK) - "Nicht mehr ernst zu nehmen" sind für SPÖ-Bundesgeschäftsführer Josef Kalina die jüngsten bildungspolitischen "Salti" in der ÖVP. "Wirklich kurios wird es, wenn die Wissenschaftssprecherin der ÖVP, Brinek, jetzt die Kindergartenpflicht ab 4 Jahre fordert." Zur Erinnerung: Als die SPÖ ihr Konzept für ein verpflichtendes Vorschuljahr veröffentlicht hat, hieß es von VP-Bildungssprecher Neugebauer: "Eine Zwangsbeglückung, wie das die Sozialisten wollen, wird es mit uns nicht geben." (APA, 10.6.) Und Parteiobmann Molterer hatte ebenfalls ein verpflichtendes Vorschuljahr abgelehnt. (APA, 29.5.) "Bildungspolitik ist zu wichtig, um daraus ein lustiges Sommertheater zu machen", so Kalina am Dienstag. ****

Da fordert Generalsekretär Missethon Aufnahmetests für die AHS, um gleich von seinen Parteikollegen wieder relativiert zu werden. Da will Bildungssprecher Neugebauer Leistungskataloge für 3-Jährige, um einen Tag später dann vom 'kontrollierenden Parteiobmann' Schüssel zurückgepfiffen zu werden. "Und jetzt spricht Brinek von einer zweijährigen Kindergartenpflicht - ein Monat, nachdem die ÖVP nur unter enormen SPÖ-Druck wenigstens dem verpflichtenden Kindergartenjahr zur Sprachförderung zugestimmt hat."

"Solange die Molterers, Neugebauers und Missethons ihre Blockade-Haltung in Sachen substanzielle Schulreformen nicht aufgeben, wird auch Brineks Vorschlag schon morgen wieder im Sommerloch verschwinden. Die ÖVP soll sich bitte erst dann wieder melden, wenn sie weiß, was sie will", so Kalina abschließend. (Schluss) ah

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