Exportinitiative in Russland: Erschließung eines neues Marktes für die österreichische Forst- und Holzwirtschaft

Österreichische Delegation soll Möglichkeiten für künftige Zusammenarbeit ausloten

Wien (OTS) - Im Rahmen der Exportinitiative - der erfolgreichen Aktion von Lebensministerium und Wirtschaftskammer Österreich -besucht eine österreichische Wirtschaftsdelegation unter der Leitung von Forst- Sektionschef Gerhard Mannsberger diese Woche die Region Krasnojarsk in Russland. Ziel dieser Wirtschaftsmission, an der neun heimische Unternehmen und Betriebe teilnehmen, ist die Erschließung des forst- und holzwirtschaftlichen Marktes der Region für österreichische Firmen. Dies teilt das Bundesministerium für Land-und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft mit.

Die Region von Krasnojarsk ist eine der größten Regionen Russlands. 15 Prozent der russischen Wälder befinden sich in Krasnojarsk. Hauptbaumarten sind die Kiefer, die Zeder, die Fichte, die Lärche, die Birke und die Espe. Der Nadelbaumanteil beträgt 73 Prozent. Der gesamte Vorrat des Holzes wird auf 7,4 Milliarden Kubikmeter geschätzt. Darüber hinaus befinden sich die größten Sägewerke des Landes in der Region. Die forstlichen Möglichkeiten werden jedoch nur zu 20 Prozent genutzt. Derzeit steigt die Bedeutung der Wälder dieser Region für die Biosphäre des ganzen Landes, auch im Hinblick auf die sozialen und wirtschaftlichen Aspekte der Ökologie (Kyoto Protokoll).

Um das vorhandene Potential künftig verstärkt zu nutzen, wird zurzeit die Gründung einer Holzholding mit dem Namen "Sibir Pulp & Paper" voran getrieben, die auch für mögliche ausländische Investoren und Industriepartner interessant sein könnte. Ziel der neuen Holzholding ist vor allem der Aus- und Neubau von Holzverarbeitenden Betrieben sowie des Forstbetriebes der Region.

Die österreichischen Delegierten werden während ihres viertägigen Aufenthaltes mehrere Industriebetriebe, wie zum Beispiel die Sägewerke OAO "Lesosibirskij holzverarbeitendes Kombinat LDK-1" in Lesosibirk und Novojenisejskij, das Zellstoff erzeugende Werk "Angara Paper" sowie den Forstbetrieb der Region besuchen.

Für 2007 werden österreichischen Exporteuren in Russland allgemein sehr gute Chancen eingeräumt: Die österreichisch-russische Außenhandelsstatistik für den Bereich "Holz und Waren daraus" weist ein großes Plus für Österreich auf. Von Jänner bis März 2007 wurden von Russland Holz und Waren daraus im Wert von 6,8 Millionen Euro nach Österreich eingeführt sowie Holz und Waren daraus von Österreich nach Russland im Wert von 8,2 Millionen Euro ausgeführt. Die österreichischen Ausfuhren waren damit im ersten Quartal um rund 46 Prozent und die Einfuhren lediglich um rund 10 Prozent höher als im ersten Quartal 2006.

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