ÖVP-Sommertour „Österreich erfahren“: Schüssel fordert „Paukenschlag“ beim Klimaschutz

Staatssekretärin Christine Marek und Ski-Ass Benni Raich beim Start der zweite Etappe

Mils, 31. Juli 2007 (ÖVP-PD) Staatssekretärin Christine Marek schwang heute Früh im Tiroler Mils die Startfahne für die zweite Etappe der ÖVP-Sommertour „Österreich erfahren“. Prominente Unterstützung bekam sie vom – zufällig vorbei radelnden - ÖSV-Skiass Benni Raich, der die Radlertruppe kräftig anfeuerte. Die heutige Etappe führt von Mils über Pfaffenhofen, Schlitters und Zell am Ziller nach Gerlos, wo um 18 Uhr eine Abendveranstaltung
zum Thema Klimaschutz und nachhaltiger Tourismus stattfindet. Mit dabei sind heute u.a. JVP-Bundesobfrau Abg.z.NR Silvia Fuhrmann, Abg.z.NR Astrid Stadler, Abg.z.NR August Wöginger und LAbg. Mag. Jakob Wolf sowie mehr als 30 begeisterte Radler/innen. ****

Vor dem Start gab es eine Stärkung beim Pressefrühstück mit Staatssekretärin Christine Marek, den Abgeordneten Silvia Fuhrmann, Astrid Stadler, August Wöginger sowie dem Landtagsabgeordneten und Bezirksparteiobmann Mag. Jakob Wolf. „Es geht darum, Österreich kennenzulernen und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen“, erklärte Silvia Fuhrmann die doppelte Bedeutung des Mottos „Österreich erfahren“. Die jungen Abgeordneten möchten zwei Tabus brechen: Zum einen wollen sie sich beim Thema Klimaschutz nicht der zum Teil verbreiteten „Untergangsstimmung“ anschließen, sondern konkret handeln. Zum anderen wollen sie mit dem „Klischee“ aufräumen, dass nichts getan werden kann, so lange Amerika, China und Japan nicht mit an Bord sind. „Denn jede und jeder Einzelne kann einen Beitrag leisten“, so Fuhrmann. Nützliche Tipps und Infos zum Klimaschutz gibt es auch in der Broschüre „Klimaschutz beginnt zu Hause“ – eine Initiative der jungen Abgeordneten.

Staatssekretärin Christine Marek ging beim Pressefrühstück auf einen ihrer Themenschwerpunkte, den Bereich der Jugendbeschäftigung und Lehrlingsausbildung ein: Im Herbst 2005 wurde viel Geld in die Hand genommen, um die Lehrlingsausbildung in Österreich wieder zu puschen. „Mit der Einführung des ‚Blum-Bonus’ konnten wir die Talfahrt bei den Lehrlingszahlen auffangen – die Lehrlingszahlen steigen wieder“, freut sich die Staatssekretärin. „Von 2005 bis 2006 ist die Zahl der arbeitssuchend gemeldeten Jugendlichen österreichweit um 8,4 Prozent gesunken.“ Marek erwartet, dass sich dieser positive Trend entsprechend fortsetzen wird. Wichtig ist die qualifizierte Ausbildung auch in Hinblick auf den sich
abzeichnenden Facharbeitermangel. Die Wirtschaftskammer spricht von 50.000 fehlenden Facharbeitern bis zum Jahr 2009. „Wir müssen hier entsprechend sensibel sein, die Stärken und Schwächen analysieren und entsprechende Anreize schaffen.“

„Es ist ganz wichtig, dass junge Menschen einen Arbeits- und Ausbildungsplatz haben“, betonte die Tiroler Nationalrätin Astrid Stadler. „Dass es in Tirol gut funktioniert, zeigen auch die Zahlen: Im Tiroler Oberland gibt es bei der Jugendarbeitslosigkeit einen Rückgang von 13,3 Prozent. Wir müssen aber auch weiterhin Schwerpunkte setzen.“ Auch der Nationalratsabgeordnete August Wöginger betonte: „Wir müssen den jungen Menschen eine positive Perspektive bieten.“ Er präsentierte fünf Punkte, die die jungen Abgeordneten umgesetzt wollen wissen: Verlängerung des ‚Blum-Bonus’ auf unbestimmte Zeit, Schaffung von Ausbildungsverbünden, Modualisierung der Lehre, moderne Lehrlings-Schutzbestimmungen
sowie eine Mindestlehrlingsentschädigung von 400 Euro.

Der gestrige Abend im „Trofana Tyrol“ in Mils stand ebenfalls ganz im Zeichen der Jugendbeschäftigung sowie Ausbildung von Lehrlingen. LAbg. Mag. Jakob Wolf konnte dazu u.a. ÖVP-Klubobmann Dr. Wolfgang Schüssel, Staatssekretärin Christine Marek, ÖVP-Bundesgeschäftsführerin Michaela Mojzis, die Nationalratsabgeordneten Silvia Fuhrmann, Astrid Stadler, August Wöginger und Franz Hörl, Bundesrätin Christine Fröhlich, den Tiroler Landeshauptmann DDr. Herwig van Staa, Landesrat Dr. Erwin Koler, LAbg. Anton Mattle, ÖVP-Landesgeschäftsführer Georg Keuschnigg, Andreas Müller („das mitwachsende Haus“) sowie an die 200 Gäste begrüßen. Einen musikalischen Empfang gab es durch die Musikkapelle Mils, abgerundet wurde der gelungene Abend durch ein zünftiges Buffet mit Tiroler Spezialitäten.

„Mit der ÖVP-Sommertour ‚Österreich erfahren’ wird ein sehr wichtiges Thema angegangen: Klimaschutz ist zwar eines der wichtigsten Themen für die Politik – der Klimaschutz beginnt aber zu Hause“, so der „Hausherr“, Tirols Landeshauptmann DDr. Herwig van Staa. Gerade die Alpen sind extrem von Klimawandel betroffen -jede Veränderung wirkt sich sofort aus, betonte Van Staa und lobte die Initiative der jungen ÖVP-Abgeordneten. „Sie übernehmen damit für ein zentrales Zukunftsthema Verantwortung“, sagte der Tiroler ÖVP-Landesparteiobmann.

„Jetzt die Augen zuzumachen, wäre frivol“, betonte ÖVP-Klubobmann Dr. Wolfgang Schüssel mit Verweis auf die für alle sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels, wie beispielsweise Waldbrände und Hochwasser. „Wir spüren den Klimawandel und wollen einen Paukenschlag setzen, denn Jede und Jeder kann selbst etwas beitragen“, so Schüssel. Zum Beispiel ist der Stromverbrauch durch vermehrt genützte Klimaanlagen in den ersten Monaten dieses Jahres um zehn Prozent angestiegen. „Wir fordern, dass der Energieverbrauch für alle neuen Klimaanlagen durch Photovoltaik bzw. Solarenergie abgedeckt werden muss. Das soll gesetzlich vorgeschrieben werden“, erklärte der ÖVP-Klubobmann. „Da ist auch eine Marktchance im werden, wenn man den Mut hat, die Dinge anzupacken“, nannte Schüssel ein in diesem Bereich erfolgreiches Tiroler Unternehmen als Beispiel.

Staatssekretärin Christine Marek betonte, dass die Ausbildung der Jugendlichen ein zutiefst nachhaltiges Thema ist: „Die Jugend ist unsere Zukunft, und jede Investition in die Ausbildung der Jugendlichen ist mit Nachhaltigkeit verbunden.“ Ein großes Anliegen ist es Marek, das Image der Lehre zu verbessern. Sie rief daher die „Lehre plus“-Imagekampagne ins Leben. „In unseren Köpfen ist die Matura immer mehr wert als eine Meister- oder Lehrabschlussprüfung“, so Marek. Einen „Kraftakt“ für das Image der Lehre soll durch den österreichweiten Lehrlingstag am 19. Oktober 2007 gesetzt werden: „Wir wollen gemeinsam an einem Tag alle Kräfte bündeln, alle positiven Beispiele vor den Vorhang bitten - wir wollen ein Tag lang ‚aufgeigen’ für das österreichische Lehrlingsausbildungssystem“, fasste Marek zusammen.

Abschließend gab der junge Vorarlberger Andreas Müller einen Einblick in seine Projekte „Lehrlingsbaustelle“ und „das mitwachsende Haus“, die die Themen Nachhaltigkeit und Jugendförderung in spannender Weise verbinden. „Wir können so ökologisch bauen, dass wir die Umwelt nicht belasten“, betonte Müller. „Die Lehrlinge beweisen in diversen Projekten, dass dies umsetzbar ist.“ Man müsse den Lehrlingen mehr zutrauen, appellierte er, denn: „Die Lehrlinge sind das Fundament unserer Wirtschaft.“

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